Freya & Jürgen Blösl

Rusty Roads -
USA 2011

Fr, 30.09.2011 - Petrified Forrest

Wir schlafen heute aus und obwohl der Wecker längst geklingelt hat, bleiben wir liegen. Wir haben Zeit! Dann trödeln wir langsam zu Starbucks, das hier ganz praktisch im Hotel liegt. Freya hat Chai entdeckt. Mmh.
Mit Chai, Kaffee und Muffins laufen wir zurück zum Zimmer. Ausgestreckt auf dem Bett und Fernsehguckend frühstücken wir.

Dann geht’s aber endlich los. Wir wollen nach Holbrook und da es bis dahin laut Jürgen eine langweilige Strecke ist, fährt Freya. Auch gut. In Flagstaff gibt es Mittagessen bei Arby‘s. Den hatte Freya aus einem der letzten Urlaube wegen verschiedener Salate in guter Erinnerung. Jetzt haben sie nur noch einen auf der Karte, aber der war wenigstens okay.

Kurz vor Holbrook halten wir bei der Trading Post Geronimo. Leider sind die Mokassins die Jürgen gefallen nur ein einziges Mal da – in der falschen Größe. In Holbrook checken wir in der Travelodge ein – weit genug von den Gleisen entfernt (siehe unseren Reisebericht von 2008). Nur schnell die Koffer nach oben gebracht und schon fahren wir in den Petrified Forrest. Wir haben nur noch 1½ Stunden und das Wetter ist eher bescheiden, aber viel anderes kann man hier auch nicht unternehmen. Vieleicht ist das Wetter morgen früh ja besser.

Blue Mesa Trail - Petrified Forest NPHeute wollen wir uns noch den Blue Mesa Trail ansehen, damit wir wissen, was uns morgen erwartet. "Unwirklich" ist das erste Wort, das uns zu dieser Landschaft einfällt. Die Landschaft sieht aus wie bunter, ge-
rührter, versteinerter Schlamm. Von Wind und Wasser geformt und gefurcht und durch keine Erdauflage vor den Elementen ge-
schützt. Irgendwann drehen wir um, weil wir sonst nicht in der Zeit aus dem Park herauskommen.

Bei Pizza Hut haben wir eine große Pfannenpizza gegessen. Medium hätte auch gereicht. Ganz offensichtlich ist das hier ein Lieblingslokal der ansässigen Indianer. Nebenan sitzt ein Mann mit Kleinkind, der sich den Namen Big Daddy nicht mehr verdienen muss. Der ist locker über zwei Meter groß. Und an dem Tisch gegenüber sitzen drei Gen-
erationen holder Weiblichkeit und die jüngste hat doch tatsächlich dieses T-Shirt an, das Freya in der Baby-Abteilung in der Mall in Tempe schon in der Hand hatte: Smart & Cute. Passt auch.

Wir sind mal wieder eher müde und so sind wir gleich nach dem Essen im Hotel. Freya möchte eigentlich gleich schlafen und Jürgen will noch Fotos sortieren.

Aber erst noch schnell auf die Toilette– die beim Abziehen überläuft. Also marschiert Freya zur Rezeption. "What do you think shall I do?" Doofe Frage. Die Lady vom Empfang kommt selbst mit Sauger - erfolglos. "Do you want me to give you another room?" "Yesss!" Also packen wir unsere sieben Sachen wieder zusammen, ziehen zwei Zimmer weiter und alles wird gut.

   

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© Jürgen & Freya Blösl, 2011-2012
    letzte Überarbeitung: 15.06.2012

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