Freya & Jürgen Blösl

Colorful West -
USA 2008

Di-Do, 30.09.–02.10.2008
Yosemite NP

Es liegt noch ein Fahrtag vor uns und wir fahren über Bakersfield und Fresno auf dem kürzesten Weg nach Oakhurst, in der Nähe von Yosemite. Gestern hat Jürgen über Priceline ein Gebot in Höhe von 70$ pro Nacht abgegeben. Das Comfort Inn hat zugeschlagen. Normalerweise wollen die 90$ pro Nacht. Wir kommen um 15:00 Uhr an und Freya steigt erst mal in den Pool. Es ist heiß, aber das Wasser endlich einmal angenehm kalt. Sie genießt es.

Yosemite NP - Half DomeDanach fahren wir doch noch mal in den National- park. Irgendwie hatte Freya die vielen, vielen Kurven in ihrem Gedächtnis reduziert. Wir machen eine Punktlandung zum Sonnenuntergang beim Glacier Point. Sehr gut.

Das Abendessen findet im Hotel statt. Wir haben nämlich heute früh in Barstow noch mal eingekauft. Freya hat endlich die wunderbare Limonade "Sparkling Vanilla Cream" gefunden und sich wieder so ein Veggi-Pack organisiert. Rohkost mit Sauce. Übrigens versteht Jürgen jetzt, wieso Freya andauernd diese Zuckererbsen roh nascht. Das schmeckt ihm nämlich auch gut.

Wir stehen um 6:00 Uhr in der Frühe auf und fahren, entgegen unserer ursprünglichen Absicht doch ins Yosemite Village. Um kurz vor 9:00 Uhr sind wir da und parken auf einem der Tagesparkplätze. Dann laufen wir erst mal zum Visitor Center, weil wir hoffen, dort eine Extra-Karte für die Vernal Falls zu bekommen.

Mit dem Shuttle-Bus geht es zum Halt Happy Isles. Wir laufen in Fahrtrichtung über die Brücke und dann nach rechts und führen eine ganze Zeit lang eine Meute anderer Wanderer an. Eigentlich halten wir die Pool-Position ziemlich lange:-).

Yosemite NP - Vernal FallsDer Weg ist asphaltiert und geht moderat bergauf. Bald schon sind wir zum Fuß des Wasserfalls gelangt. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. An der rechten Seite des Wasserfalls geht es auf über 600 Steinstufen bergauf. Da nützen die unzähligen, asiatischen Tempelstufen nichts als Training, das ist einfach nur anstrengend. Immer mal wieder ein paar Stufen und dann ausschnaufen. Man überholt sich gegenseitig, lacht sich spätestens beim zweiten Mal ein "... bis in zwei Minuten ..." zu wenn man dann selbst wieder ausgepumpt ein klein wenig höher an der Seite steht um einen Schluck Wasser zu trinken.

Eine Schulklasse mit Jungen und Mädchen ist zu beobachten. Frühe Pubertät. Was klagen die Mädchen und beschweren sich. Aber genügend Puste um sich ununterbrochen über dieses und jenes zu unterhalten haben sie.

Yosemite NPDann haben wir das Hochplateau erreicht und können jetzt auf die Massen schauen, die sich nach uns auch noch den Berg hinaufschaffen. Wir setzen uns und essen unsere Power Bars und überlegen ein paar Minuten, ob wir noch weiter rauf zu den Nevada Falls gehen sollen oder ob wir über eine Querspange zum John Muir Trail und dann wieder zur Bushaltestelle laufen sollen. Wir entscheiden uns für die Querspange, weil die Nevada Falls zur Zeit sowieso kaum Wasser führen. Auf dem Weg zum John Muir Trail geht es erst noch mal ein gutes Stück nach oben. Also wer das wegen der Höhe macht, kann wohl auch noch die paar Meter weiter zu den Nevada Fall laufen. Schließlich geht es bequem wieder nach unten zum Fuß der Vernail Falls. Schon bald sind wir wieder am Visitor Center. Hier wird jetzt ein Cappuccino getrunken und in der Anselm Adams Galerie herumgestöbert.

Yosemite NP - SentinelYosemite NP - SentinelEigentlich könnten wir es für heute gut sein lassen, aber Jürgen biegt tatsächlich noch mal ab in Richtung Glacier Point.Yosemite NP - Sentinel Er möchte doch noch einmal zum Sentinel. Freya will eigentlich auch. Blöderweise will Freyas Knie das aber nicht. Der Weg ist eben, leicht begehbar aber das doofe Knie ist plötzlich zickig. Freya läuft den halben Weg und dreht dann um.

Mit dem letzten Licht haben wir dann den Park verlassen, im Hotel kurz geduscht und sind dann zum Chinesen nach nebenan gegangen.

Dann ist auch schon unser letzter Tag in Yosemite angebrochen. Trotzdem trödeln wir und erhalten die Quittung im Frühstücksraum. Hier knäult sich alles. Irgendwie ergattern wir trotzdem einen Sitzplatz. Schnell haben wir noch Gemüse und Salat eingekauft. Leider gab es hier nicht mehr die leckeren Erbsen.

Yosemite NP - Mariposa GroveYosemite NP - Mariposa GroveWir sind dann nach Mariposa zu den Sequoias gefahren. Das war richtig interessant, denn wir konnten dort die Feuerwehr und mehrere Rancher beobachten, wie die ein kontrolliertes Feuer gelegt haben. In dieser Art von Wäldern muss es ab und an brennen und damit natürliche Brände nicht alles vernichten, werden Konkurrenzbäume der Sequoias und das Unterholz verbrannt. Deshalb hat es am Parkeingang immer so intensiv nach Fichtennadel-Duschbad gerochen:-).

Wir laufen die kurzen Rundwege ab, sehen eine ganze Menge der eindrucksvollen Riesenbäume mit den kurzen Wurzeln und schaffen es schließlich um die Mittagszeit im Wowona-Tal zu sein.

Wunderbar, hier stehen Tische oberhalb des kleinen Flusses. Blöder- weise gibt es hier aber auch neugierige Wespen und so ziehen wir uns auf einen anderen Platz zurück, wo wir nur zwei Insekten-Besucher haben. Aber es schmeckt und Freya betont schon zum 100sten Mal, dass es ihr die Veggi-Plates wirklich angetan haben. Hier sitzen jetzt kleine, schwarze Piepmätze und hoffen, etwas abzubekommen. Aber wir haben schließlich selbst Hunger und ein paar sehen so aus, als wären sie bald zu schwer zum Fliegen...

Nach dem Essen sehen wir uns dann noch das historische Dorf von Wawona an - eigentlich eher ein Freilichtmuseum mit wieder aufgebauten Häusern aus den unterschiedlichsten Teilen des Parks. Wir schlendern noch kurz am Fluss entlang und hier freut sich Freya sehr, als sie die Überreste eines Kampfes entdeckt. Ganz viele blaue Federn. Die konnte sie doch nicht einfach liegen lassen, oder?

Dann zieht es uns zum faulenzen. Na ja und die Koffer müssen noch gepackt werden – was sich als gar nicht so einfach herausstellt. Aber sie gehen noch zu.

   

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© Jürgen & Freya Blösl, 2008-2010
    letzte Überarbeitung: 15.01.2010

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