Freya & Jürgen Blösl

Colorful West -
USA 2008

Sa, 27.09.2008
Monument Valley und andere Rough Roads

Heute war für Jürgen ein Fahrtag. Freya hat ihm zwar halbherzig angeboten ihn abzulösen, aber er weiß ja, dass sie nicht wirklich gerne fährt. Wir sind nach Page Zeit um 5:00 Uhr aufgestanden. War aber nicht sooo schlimm, weil die gleiche Uhrzeit ringsum und für uns in den letzten Tagen 6:00 Uhr war.

Monument ValleyWir wollen nach Monument Valley. Das haben wir sonst immer ausgelassen, aber diesmal soll es sein. Als wir ankommen, ist hier schon ein netter Auftrieb. Viele Touristen wählen die Möglichkeit, sich im offenen Pickup den Staub um die Ohren blasen zu lassen. Das Ganze dann auch noch mit Dauerbelaberung und typisch amerika- nischen "wir-sind-ja-alle-so-gut-drauf-Gejohle". Zum Fotografieren gehalten wird natürlich auch nur an zwei, drei ausgewählten Punkten.

Monument ValleyWir fahren lieber in unserem (geschlos- senen) Jeep um die einzelnen roten Felsen herum. Ist ja schon beeindruckend! Mit einem SUV ist die Strecke kein Problem, mit einem PKW reichlich grenzwertig. Dass ein Pärchen sogar mit dem Wohnmobil in das Tal fuhr ist aber nur bescheuert. Ob die alleine wieder rausgekommen sind?

An einem Aussichtspunkt macht Jürgen Freya auf ein Pferd auf- merksam und meint nur, "... das ist ja eine lebende Gelddruck- maschine!". Wirklich: Schön, stolz, schwarz und glänzend steht es da, nicht etwa lässig oder irgendwie gedrückt wirkend. Ein Touri nach dem anderen steigt auf das Tier, lächelt, lässt sich ablichten und zahlt zwei Dollar. In der ganzen Zeit in der wir das beobachten hat das Tier nicht einmal versucht nach jemandem zu schnappen, oder den Hals zu schütteln oder was immer man als Pferd so tun kann, um ein Foto zu versauen. Wir mutmaßen, dass man das Tier unter Drogen gesetzt hat:-). Naja – nicht wirklich.

Dann fahren wir weiter. Nicht ohne vorher im Visitor Center mal wieder nach einem Pfeil zu suchen. Den wollen wir dem Nachbars- jungen mitbringen nachdem der große Junge Jürgen dessen Pfeil irgendwo im Feld versenkt hat und ihn trotz sofort anberaumter Suche nicht mehr finden konnte.

Nach unserer Rundtour verlassen wir Monument Valley und fahren in Richtung Mexican Hat, einem Ort, der seinen Namen von einem Stein hat, der an einen Mexikanerhut erinnern soll. Na ja... Da aber Freya heute in den eindrucksvollen Wolkenformationen schon zwei Rennen fahrende Schnellboote gesehen hat, akzeptiert sie auch das mit dem Hut.

Goosenecks State ParkKurz nach Mexican Hat geht es links ab zum Goosenecks State Park. Hier kann man von oben sehen, welche Schleifen der Fluss in das Gestein gefurcht hat. Wirklich schön. Leider ist hier oben der einzig schattige Platz schon so belegt, dass auch mit gutem Willen kein Platz mehr für uns ist und so verschie- ben wir unsere Mittagspause.

MokiDugwayMoki DugwayWir fahren wieder zurück zur Haupt- straße und danach über den Moki Dugway einen Pass hinauf. Oben an- gelangt fahren wir noch etwa zwei Meilen weiter, halten in einem kleinen Weg und vespern dort. Anschließend fahren wir die unpaved Road wieder runter und unten angekommen hat Jürgen immer noch nicht die Nase voll von den roten Steinen und so geht es nach links in die sogar ausgeschilderte Valley of the Gods.

Dies ist ein Gebiet, ähnlich wie Monument Valley vielleicht nicht ganz so monumental aber trotzdem sehr beeindruckend. Dafür ist dann hier fast nichts los, während sie sich im Monument Valley ja schon ein bisschen knautschen. Die Straßenführung ist originell und auf jeden Fall etwas für Dip-Freunde.

Irgendwie ist Freya wohl unterzuckert und so träumt sie von einem Eis in einem Café. Für den Westen Amerikas ein eher unerfüllbarer Traum aber zu einem kurzen Stopp in der Trading Post gegenüber von Monument Valley reicht es. Die Trading Post ist übrigens wunderbar im Schatten gelegen, was nach einem ganzen Tag in der Hitze eine wahre Freude sein kann. Und dann werden wir hier endlich auch fündig. Es gibt nicht nur "antike" Pfeile für 30,- Dollar sondern auch einen Set Kinderpfeile mit Bogen.

Den ganzen Tag haben sich Wolkenberge aufgebaut und bei der Rückfahrt nach Page sehen wir teilweise nasse Straßen oder auch fette Pfützen am Straßenrand. Nur unser Auto bleibt trocken und damit schmutzig.

   

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© Jürgen & Freya Blösl, 2008-2010
    letzte Überarbeitung: 15.01.2010

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