Colorful West -
USA 2008
Obwohl der Wecker um 6:00 Uhr klingelt brummt Freya was von "Urlaub" und dreht sich auf die andere Seite. So widerspruchslos wie Jürgen das aufnimmt spricht sie ihm da aber wohl aus der Seele.
Eine Stunde später sind wir dann doch wach, essen die gekaufte Ananas und fahren los. Freya freut sich schon auf den Ort St. George. Hier hat sie vor 4 Jahren leckeres Eis gegessen. Das Eis wurde auf einem kalten Stein noch mal geknetet und mit Snickers, Mars, Keksen oder was man halt sonst so wollte vermischt. So etwas vergisst Freya nicht. In ihrem Gehirn gibt es eine Landkarte mit Messerchen und Gäbelchen.
Irgendwie hatte sie aber in ihrem Gedächtnis den Ort auf das Ein- kaufszentrum reduziert. Wir fahren also durch den gar nicht so kleinen Ort und stellen fest, dass man hier wohl ganz gut wohnen kann. Es gibt sogar angelegte Gärten um die Häuser und das sieht man hier nicht so oft. Schließlich geben wir die Suche auf. Wir fahren wieder auf die I15 und dann sehen wir das Zentrum doch noch. Es ist die Ausfahrt 9 Hospitality Road. Hier gibt es eine Zion Mall und das Eiscafe gibt es tatsächlich auch noch. Aber irgendwie soll es nicht sein denn es öffnet erst ab 12:00 Uhr und wir haben gerade mal 10:00 Uhr. Also lassen wir uns von Starbucks verführen.
Mit St. George haben wir die sehr dürre, wüstenartige Gegend hinter uns gelassen. Okay Mesquite liegt am Virgin River und ist grün, aber drumherum ist es recht tot. Ab hier wird es jetzt mit jedem Meter, den wir an Höhe gewinnen immer grüner und pflanzenreicher. Wir wollen zum Cedar Breaks National Monument, weil es hier ein ähnliches Amphitheater wie in Bryce geben soll und weil die Bäume hier eine schöne Herbstfärbung haben sollen.


Wir gehen den Ramparts Trail, der vom Visitor Center aus entlang des Rims führt, machen dann unsere Mittagspause in der Nähe des Visitor Centers an einer, jetzt leider im Herbstkleid befindlichen Almenwiese, und laufen dann noch dem Alpine Pond Trail, zu einem kleinen See. Beide Trails sind nicht anspruchsvoll aber in über 3000 m Höhe doch etwas anstrengend.
Freya kommt hier in Punkto "Bunte Bäume" auf ihre Kosten und Jürgen fotografiert noch seine jahrhunderte alten Zedern. Wir ver- lassen den Park am späten Nachmittag und statten auch dem unweit gelegenen Navajo- Lake noch einen Besuch ab. Auch hier zittern sich die gelb-orangen Espen einen ab.
Es stehen ein paar nette Holzhäuser entlang der Straße und etliches ist zu verkaufen. Wahrscheinlich kann man hier auch gut übernachten aber Jürgen will lieber weiterfahren bis Kanab und dort ein Motel für uns festmachen. Aber vor allem will er ins Internet und für die nächsten Tage in Page etwas reservieren.
Wir finden tatsächlich ein nettes Motel in Kanab, was nicht schwierig ist. Hier gibt es eine Menge Motels und auch sonst ist das Städtchen in dem Stil, wie wir Europäer uns Städtchen vorstellen. Aus Kanab stammten eine Menge Schauspieler der 40er Jahre und man hat für jeden eine Stele mit Namen und Bild errichtet. Das sehen wir alles, als wir abends zu dem Mexikaner an der einzigen Ampelkreuzung laufen. Im Nachhinein betrachtet der beste Mexikaner auf unserer Reise.
Natürlich gibt es in unserem Motel auch einen freien Internet-Zugang. Das gehört in den USA schon zum Allgemeingut. Jürgen hatte übrigens allen Grund zum Thema Page und Hotel in Sorge zu sein. Seine üblichen Versuche in Punkto Hotel und Page sind nicht erfolgreich. Erst im Marriott, (weil wir ja immer nur in den besten Hotels absteigen
) klappt es.
© Jürgen & Freya Blösl, 2008-2012
letzte Überarbeitung: 15.06.2012
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