Freya & Jürgen Blösl

Colorful West -
USA 2008

Mo+Di, 22/23.09.2008
Alabama Hills und ab nach Las Vegas

Um sechs Uhr stehen wir auf und essen die gestern gekauften Äpfel. Endlich mal wieder nix Künstliches! Die Frühstückskultur in Amiland ist ja schon etwas gewöhnungsbedürftig. Klar, ab und zu schafft man sich schon die Pancakes mit Ahornsirup rein, dann ist es aber doch auch wieder gut.

Alabama Hills - Lathe ArchAlabama Hills - Mobius ArchWir wollen zu der Stelle mit dem tollen Mobius Arch, die wir gestern Abend schon aus- gekundschaftet haben. Natürlich sind wir nicht allein! Es stehen schon weitere Allräder auf der Parkbucht. Aber das Wetter ist auch perfekt. Der Mount Whitney, der höchste Gipfel der USA außerhalb Alaskas erstrahlt im frühen Sonnenlicht und wie wir später von einem der dort bereits stehenden Fotografen, einem Schotten, erfahren sind wir genau auf den Punkt angekommen. Er hätte bereits seit sechs Uhr da gesessen und das wäre nicht wirklich nötig gewesen.

Auch die andere Arches, die wir gestern Abend nicht gefunden haben sehen wir heute auf Anhieb und sind froh, die Wanderschuhe angezogen zu haben. Wir kraxeln einen Hang hinauf – die Aussicht grandios, das Wetter warm aber windig, der Himmel in einem zarten Blau und wir dazwischen, umgeben von malerischen Felsbrocken, Kakteen und anderem dornigen Gesträuch. Perfekt. Wir können uns schließlich los reißen und machen uns auf in Richtung Las Vegas.

Kurz hinter Lone Pine biegen wir nach Death Valley ab. Okay, diesmal ist es nicht Juni wie beim letzten Mal und die Temperaturen steigen "nur" auf 104° Fahrenheit. Aber glücklicherweise macht es unter der vollen Mittagssonne sowieso keinen Sinn zu fotografieren.

In der Nähe der Touristen Information picknicken wir. Wir haben Salate gekauft bei denen das Dressing gleich beigepackt ist und die sind sehr lecker. Anschließend fahren wir schier endlos durch die Wüste gen Süden. Obwohl irgendwann eine rough Road angekündigt wird, ist sie überall asphaltiert. Auch als wir das Death Valley verlassen, ist die Gegend bis auf ein paar Oasen nicht wirklich gastfreundlicher.

Unterwegs kommen wir durch einen kleinen Ort. Hier wirbt ein Anwalt mit dem Namen "Minikozzi". Das findet Freya schon lustig und meint dass es doch Großkotz hieße. Also diesen Namen hat sie mit der blöden Eselsbrücke wohl auf alle Zeiten abgespeichert.

Endlich in Vegas verfahren wir uns ein paar Mal ehe wir im Parkhaus vom Planet Hollywood stehen. Dies war das einzige Mal, dass uns Google Maps in die Irre geleitet hat. Das Einchecken geht erfreulich schnell. Das Zimmer ist groß, das Bad schön – aber man sieht noch, dass die Armaturen mal zu Aladin und der Wunderlampe gehörten. Unser Zimmerthema ist der Film "Living in Amerika" mit Whoopy Goldberg. Obwohl das Buffet hoch gelobt wurde, sind wir beide enttäuscht: Ein paar frische Garnelen machen noch kein gutes Buffet und der Service ist so schlecht wie selten in den USA. Alles in Allem ist das Planet Hollywood enttäuschend. Ein gesichtsloses Etwas, ohne dass man sich etwas Mühe mit der Umsetzung eines Themas (Film hätte sich doch angeboten) gemacht hätte.

Da Freya jetzt richtig abbricht, wird es auch nix mit dem Bummel durch die diversen Lobbies.

Wir schlafen aus und starten gegen halb elf unsere Einkaufstour. Als erstes suchen wir das Town Square Center heim. Dort frühstücken wir sehr lecker eine süße Crepe. Das Ganze ist nicht wie eine der üblichen Malls sondern eher wie eine europäische Innenstadt organisiert. Kleine Läden mit Bürgersteigen davor und einem kleinen Park. Sogar Parkplätze mit Parkuhren gibt es.

Nachdem wir in einigen Läden waren, gehen wir noch nach nebenan zu Fry's. Dies ist ein großer Elektronik-Laden und dort finden wir einen neuen CF-Card Reader und auch noch ein paar CD's.

Zu guter Letzt fahren wir dann noch zum Las Vegas Outlet Center das ganz in der Nähe ist. Hier können wir dann bei den Turnschuhen doch nicht nein sagen. Praktisch ist auch, dass es hier ein Outback Steakhouse gibt und wir so zu einem wirklich leckeren Steak kommen.

Abends sind wir aber beide noch fit für den obligatorischen Rundgang auf dem Strip. Es gibt schon tolle Hotels, da ist nichts zu deuteln. Im Venetian haben wir diesmal auch die Gondeln mit den singenden Gondolieres entdeckt (im ersten Stock). Witzig, die Fahrgäste müssen sich anschnallen obwohl das Wasser wohl bestenfalls 50 cm tief ist.

   

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© Jürgen & Freya Blösl, 2008-2010
    letzte Überarbeitung: 15.01.2010

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