On the Road again -
USA 2004
Für die gar nicht so lange Strecke bis Las Vegas haben wir 2 Tage Zeit. Das heißt: Ausschlafen! Ganz gemütlich frühstücken! Packen, Sandwichs machen. Wir wollen auch noch mal nach St. George ins Outlet Center und dann weiter bis Mesquite.
Freya findet eine Hose und ein wunderschönes T-Shirt in gift apfelgrün. Bei Staples gucken wir nur. Das ist sowieso eher was für Jürgen. Dann machen wir aber doch noch eine Entdeckung: "Cold Stone". Hier gibt es Eiscreme, die je nach Wunsch oder vorgegebener Rezeptur noch mal gemischt wird. Mit Beeren, Nüssen oder Snickers, Mars, Cookies, Kuchen und was immer man sich noch ins Eis gepanscht vorstellen kann! Das Mischen passiert vor unseren Augen auf dem "Cold Stone" und dann wird alles in ein Schälchen gegeben, mit Waffel verziert und Voila! Das ist lecker und ersetzt sicher so ein, zwei Mittagessen!
Wir fahren nach unserem erquickenden Einkaufsbummel weiter nach Mesquite, wo wir uns im Oasis einmieten. Preis 21,99 und ein Riesenschlafzimmer! Hier wollen wir erst einmal die heißeste Zeit des Tages verbringen, bevor wir uns noch mal aufmachen.
Um 15:00 hält es die unruhige Seele von Jürgen nicht mehr aus. Da Freya sich nicht überwinden kann, das Bett zu verlassen, erkundet Jürgen halt erstmal das Casino. Alles in allem eher langweilig, bzw. eben ein Ort zum Spielen und sonst so ziemlich gar nichts. OK, irgendwo auf dem riesigen Gelände soll es auch noch einen Pool geben.
Zurück im Zimmer scheucht Jürgen Freya aus dem Bett und los gehts. Die Temperaturanzeige zeigt immer noch 37° und so besteht unsere Aktivität überwiegend aus Fahren. Wir fahren in den verhältnismäßig nahe gelegenen State Park "Valley of Fire", den man aber bei diesen Temperaturen beruhigt auslassen kann. Im Frühling oder Herbst, wenn man ein wenig wandert, ist das sicher ein Erlebnis. So beschränkt sich Freyas Kommentar auf: "Sehr nette Straßenführung".
Zurück im Hotel dann das Top-Ereignis des Tages: Jürgen findet 20 $ in der Überführung vom Parkhaus zum Hotel! Bei dem Glück gehen wir dann doch noch mal ins Casino zum Spielen. Aber irgendwie finden wir das Gedaddel langweilig. Jürgen lässt es mit dem stolzen Gewinn von 3$ gut sein.
Heute fahren wir nach LV und zwar über die Strecke, die auf der Karte mit grünen Punkten als landschaftlich schön gekennzeichnet ist. Um es kurz zu machen: Wer soviel rote Steine gesehen hat wie wir, lässt sich dadurch nicht mehr aus der Reserve locken.
Gegen 13:00 Uhr erreichen wir Vegas, checken im vorgebuchten Hotel "Golden Nugget" ein, erkunden kurz das Terrain und gehen dann jeder seinen Weg. Freya marschiert zum Pool und Jürgen probiert den Internet Access. Der Pool ist aber eher ein Spielpool und das Wasser für ihr Wohlbefinden einfach zu warm.
Gegen ½ 7 gehen wir dann zum Abendessen. Das Buffet im Golden Nugget hat ein ziemlich gutes Ranking und so müssen wir eine ½ Stunde anstehen, bevor uns ein Platz zugewiesen wird. Freya isst überwiegend Salate (zwei Teller) und Jürgen klopft sich nach dem Hauptgang noch einen fetten Nachtischteller rein. Dabei ist es hier wirklich mehr als gut gekühlt und Freya muß Tee trinken, um nicht zu erfrieren.
Nach dem Essen laufen wir über die Fremont Street und hören an den großen Kreuzungen noch der Live Musik zu. Teilweise mischt sich hier leider "El Condor Pasa" mit "I'm going home" in unschöner Form.
Um 10:00 wird der Lichterglanz noch durch eine Lightshow getoppt. Die ganze Fremont Street ist eine überdachte Fußgängerzone. In dieses "Dach" sind wiederum tausende von Leucht-Dioden montiert, die gezielt angesteuert werden können. So leuchtet es nicht nur einfach bunt, sondern es fliegen z.B. Raumschiffe umher.
Im Gegensatz zum Strip fehlen hier die großen Themenhotels. Dadurch und durch die Straßenfeste herrscht hier dann auch eine ganz andere Stimmung.
Wie üblich in den letzten Tagen klingelt der Wecker erst um sieben. Wollen wir wirklich schon aufstehen?? Nee, also rumgedreht und weitergeschlafen. Jürgen will auch noch sein Buch auslesen und Freya hat gegen zusätzliche Lesezeit sowieso nie etwas einzuwenden. Als wir dann endlich in der Lobby sind, ist es 10:30.Als erstes räumen wir unsere im ganzen Auto verstreuten Siebensachen ins Zimmer. Im Parkhaus entsorgen wir dabei noch Freyas Wanderschuhe. 11 Jahre ist sie damit gelaufen. Da war noch das Blut drin aus Nepal von den Leeches und überhaupt. Schluck!
Da wir gestern beschlossen haben uns noch mal die Star Trek Show im Hilton anzusehen, fahren wir jetzt da hin. Vor vier Jahren waren wir schon mal da und es hatte uns gut gefallen. Neu ist, dass es jetzt zwei Shows sind. "Borg Attac" und "Klingon Invasion". Die Klingonengeschichte kannten wir schon. Beides ganz nett und wenn man es das erste Mal drin ist auch spannend.
Danach ist es ja leider für alles zu spät. Freya hätte gerne das Mittagsmenü im Aladin genossen. Das geht aber nur bis 2:30 und wir haben schon 1:45. Also fahren wir gleich zum Outlet Center etwas außerhalb auf dem Las Vegas Boulevard. Freya hat noch ganz spezielle Hemdchen im Kopf und spitzt auf witzige rosa Sandalen. Ihr Gatte trottet gottergeben neben ihr oder vor ihr her und sie traut sich gar nicht, etwas intensiver zu gucken, so genervt sieht er schon aus. Als er dann auch noch erzählt, das liefe heute unter "Freya-Tag" weil er es im Hilton schon langweilig fand, platzt sie ein bisschen und meint, dass es ihr keinen Spaß macht wenn er mit einer Leidensmiene hinter ihr herschleicht. Sie gibt nämlich ihr Geld gerne mit Genuss aus
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Sie sagt auch, dass wir jetzt aus dem Center rausgehen, verschwindet dann aber prompt im nächsten Geschäft.
Wir fahren dann über den Strip zurück, denn heute Abend um 17:30 werden wir uns im Golden Nugget "Riverdance" ansehen. Auch das ist laut Jürgen Aussage eher ein Freya Event.
Spirit of the Dance ist dann besser als erwartet. Die Karten gab es für Nugget Gäste zum Super-Hyper-Sonderpreis. Es kann aber auch mit der Blue Men Show nicht konkurrieren.
Zurück im Zimmer fangen wir an unsere Rucksäcke zu packen. Das ist ja wieder eine ziemliche Aktion, aber jetzt ist alles drin! Witzigerweise hat Freya jetzt auch die mitgenommenen Adressen wiedergefunden.
Der Rückflug verläuft dann ziemlich unspektakulär. Unsere Auto-Rückgabestation ist natürlich nicht dort, wo alle anderen sind und die Beschilderung lädt auch mehr zum Rätselraten ein, aber letztendlich geht alles glatt und wir sind bei Zeiten am Flieger. Die Security ist immer noch deutlich lascher als in Deutschland.
Beim Zwischenstopp in Atlanta bewundern wir noch ein paar Betonskulpturen und dann geht es endgültig auf den langen Flug zurück nach Hause.
© Jürgen & Freya Blösl, 2004-2011
letzte Überarbeitung: 10.06.2011
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