Freya & Jürgen Blösl

Borneo - wo der Pfeffer wächst

Kuala Lumpur

Ein erster Überblick

Der Flug nach KL, wie Kuala Lumpur überall abgekürzt wird, hat einen Zwischenstop in Johor Bahru unweit von Singapur. Es scheint billiger zu sein hierher zu fliegen und dann weiter mit dem Bus nach Singapur zu fahren, als einen Direktflug nach Singapur zu wählen. Jedenfalls leert sich die ursprünglich gut gefüllte Maschine fast völlig.

KL ist mit einer dichten Wolkendecke verhangen. Die Monsunzeit hat gerade begonnen. Gelegentliche Regenschauer werden uns auch hier täglich begleiten. Wir landen wieder auf dem internationalen Flughafen KLIA. Der neue Flughafen ist etwa eine Stunde von der City entfernt. Die ist dann aber recht übersichtlich. Auf einer Fläche von schätzungsweise 3 auf 3 km findet man so ziemlich alles Interessante. Eigentlich also gut zu Fuß zu machen.

Unser Hotel Impiana liegt am Rand von Chinatown, nur zwei Straßenzüge vom Central Market entfernt. Schön, modern, aber keine Doppelfenster. Bevor wir losziehen, machen wir uns erst mal einen Nescafe. Diesmal hatten wir extra einen Reisetauchsieder dabei. Jedes Hotel hier in Malaysia hat aber einen Kettle (so ein Heißwasseraufbereiterteil). Außerdem gab es fast immer täglich je zwei Portionen Kaffee und Tee als Geschenk des Hauses.

Nach der vielen Natur auf Borneo ist uns nach Konsum. Zu unserer Entschuldigung muß aber gesagt sein: Was will man bei Regen auch viel anderes machen?
Zuerst will Jürgen aber noch Geld umtauschen. Klasse die Bank: Erst zieht man eine Nummer, dann wartet man wie bei uns auf einer Behörde und schließlich bekommt man einen Schalter zugewiesen. Unsere Sachbearbeiterin muß lachen, als Jürgen seine alten indonesischen Schätze umtauscht. Knapp zwei Ringitt sind die vielen Scheine wert ...

Dann aber los. Drei Shopping Malls sind hier in der Nähe. Gleich bei Metrojaya werden wir beide fündig. Aber Jürgen meint, daß wir erst mal schaun sollen was es sonst noch so gibt. Die zwei anderen haben dann eher Ramsch und für Freya (Größe 40 ) aber auch gar nichts. Trotzdem, was gibt es hier nicht alles: Schuhläden mit billigen Sandalen. Computersoftware in rauhen Mengen, von Spielen bis Norton Utilities. Zeitungen (witzig, teils noch aus 97, dann aber herabgesetzt) und Bücher. Schmuck, Parfüm, Kosmetik, Lebensmittelläden, Friseure und ganze Etagen mit Computer-Spiel-Geräten. Wir laufen und laufen und so geht der Nachmittag schnell vorüber. Eine kurze Pause im Hotel - Freya wechselt mal die Schuhe (das soll ja Wunder wirken) - und weiter gehts.

in ChinatownJetzt zieht es uns zum Central Market, einer großen Markthalle im Art Deco Stil in die mittlerweile Stände und Läden hineingebaut wurden. Da es in jedem Touristenführer lobend erwähnt wird, gibt es viel Touristenquatsch wie Jürgen meint. Aber nicht nur: So erstehen wir zum Beispiel zwei gebrauchte Bücher für Jürgen. Wir essen hier auch zu Abend. Billig hin oder her, das Restaurant Ginger sieht nett aus. Es gibt auch hier food stalls, aber auf die haben wir heute keine Lust (einige Tage später haben wir sie probiert: Gut und billig. Ganz lecker vor allem der Ananassaft). Wir essen Tintenfisch bzw. Beef und Jürgen kämpft ein bißchen mit der Schärfe.
Zurück zum Hotel laufen wir durch Chinatown. Hier ist schön was los. Es wird auf der Straße gekocht, Stühle und Tische stehen herum, überall leuchten Lampions und man kann die verschiedensten Dinge in Straßenständen und Läden kaufen.

Batu Caves

Am nächsten Tag frühstücken wir relativ spät und sind gegen 10.00 Uhr am Central Market. Hier irgendwo soll der Bus 11D oder aber der Bus 69 abfahren. Zumindest laut Lonely Planet eine gute Möglichkeit zu den Batu Caves zu kommen. Freya fragt ein junges Mädchen und sie schickt uns zur Rückseite des Marktes. Dort sehen wir auch tatsächlich eine der gesuchten Busnummern auf einem Schild. Klasse ! Wir stellen uns in den Schatten und warten. Wir warten - und warten - und warten noch ein wenig. Wir beobachten zwei westliche Frauen (Mutter und Tochter), die dasselbe tun. Nur daß die zwei aktiver sind als wir. Sie fragen ständig irgenwelche Leute. Jürgen bemerkt dazu, daß die beiden sicherlich auch zu den Caves wollen.

Freya wird zappelig, das läuft hier nicht richtig. Sie fragt zwei offiziös ausssehende junge Männer. Wir sollen nach links, die Straße hoch. Wir also dahin. Freya fragt wieder: Noch mehr die Straße hoch. Nein, doch wieder ein Stück runter. Mehr links! Jeder den wir fragen schickt uns in eine andere Richtung. Nur nicht zugeben, daß sie die Antwort nicht kennen. Wir sind genervt. Dann sehen wir die beiden Frauen wieder. Ja, sie wollen auch zu den Batu Caves. Was sie von der Idee halten, sich mit uns ein Taxi zu sharen? Na also!
Wir sind ziemlich schnell da. Mit dem Taxi dauert das ganze vieleicht fünfzehn Minuten, mit dem Bus allerdings fast eine Stunde. Das Taxi kostet zehn Ringitts round about.

Freya hat den Reiseführer falsch gelesen. Sie dachte, die 275 Stufen zur Höhle ginge es runter. Um so überraschter ist sie dann, die ganzen Stufen erst mal hochklettern zu müssen. Gott sei Dank sind wir vormittags da, nachmittags liegen die Stufen voll in der Sonne.
Vorneweg ein Platz mit Tauben. Rechts Verkaufsstände und links ein Hindutempel. An der Treppe lungern zahme, bettelnde Affen herum. Diese hier sind jedoch überhaupt nicht agressiv und fressen den Touristen auch aus der Hand. Oben angekommen öffnet sich der Berg zu einem Dom. Erst geht es jetzt wieder ein paar Stufen hinab, hinein in den Berg. Rechts und links, auf kleinen Felspodesten stehen Hindufiguren. Geht man durch die große Halle bis zu deren Ende kommt man wieder an eine kleinere Treppe. Wenn man dann noch diese Stufen besteigt, öffnet sich die Kuppel. Hier auf dem Plateau umgeben von hohen Felsen und mit Licht durch die offene Decke steht ein Hindutempel.

Zurück zur Stadt fahren wir mit dem Bus. Bei der Ankunft haben wir gesehen, wo die Haltestelle ist, also heißt es jetzt erst mal warten. Die Fahrt kostet 90 Sen pro Person, also etwa 45 Pfennig. Diese wirft man in einen Trichter und bekommt dann vom Fahrer sein Ticket. Dauerkarten und Mehrfachtickets scheint es auch zu geben. Kontrolliert worden sind wir dann übrigens auch noch.

In der Stadt angekommen laufen wir zunächst vom Central Market hinüber zum Zusammenfluß der beiden Flüsse, die der Stadt ihren Namen 'Schlammige Flußmündung' - Kuala Lumpur, gegeben haben. Schlammig und schmutzig ist das Wasser immer noch. Unweit davon befindet sich die Freitagsmoschee und das Sultan Abdul Gebäude. Davor ist ein großer Platz. Hier findet demnächst bestimmt ein großes Konzert statt. Es wird schon alles dafür aufgebaut. Doch zum Thema Sultan Abdul Gebäude am Abend gibt es später mehr.

Allgemeine Marktsondierung

Gegen Mittag wird es immer schwüler, also beschließen wir den Nachmittag - es ist nämlich schon wieder zwei Uhr - der allgemeinen Marktsondierung zu widmen.

Da Freya es nicht erwarten kann, wird auch keine Mittagspause eingelegt. Wir laufen von dem Platz vor dem Sultan Abdul Gebäude aus zu den Twin Towers - ein Gang den man im Nachhinein nur Masochisten empfehlen kann, da man relativ ungeschützt vor der Sonne durch eine eher langweilige Gegend läuft. Wir machen einen kleinen Zwischenstop in einen Kaufhaus: "The mall", ganz in der Nähe des Fernsehturms. Da es zwar kühl, aber nicht sonderlich interessant ist, trinken wir nur etwas (den unvermeidlichen Mc Donalds gibt es auch hier), um dann weiter in Richtung Twin Towers zu gehen. Kurz bevor wir sie erreichen kommt der lang erwartete Wolkenbruch und zwingt uns einen Kaffee zu trinken. Das Café rechtfertigt dann aber fast schon wieder den Marsch durch die Innenstadt. Eine Riesenauswahl an Kaffee-Spezialitäten und leckeren Muffins.

Twin TowersKurz nach dem Regenschauer erreichen wir auch schon das Suria KLCC, unser erstes großes Shopping Center heute.
Hochwertiges Sortiment: Designer Labels von Gucci bis Lancôme, von Armani bis Boss, Schmuck von feinsten, Elektroartikel von Sony, und, und, und. Das Ganze riesig - etliche Etagen und reichlich langgezogen. Die Preise sind auf europäischem Niveau. Schon bald haben wir die Übersicht verloren und laufen nur noch mechanisch die Gänge auf und ab. Nach einer Stunde geben wir auf.
Von hier aus wollen wir weiterlaufen zum sogenannten goldenen Dreieck. Freya merkt ihre Füße und trottet hinter Jürgen her, der unerbittlich ist und nur meint: "heute mittag wollte ich eine Pause machen und du wolltest nicht ...".

Hier im sogenannten goldenen Dreieck (das nichts mit dem Rauschgiftdreieck zu tun hat) gibt es angeblich die interessantesten malls. Und so ist es dann auch. Eine gute Mischung aus Kaufhäusern deutscher Größenordnung und kleinen Garagengeschäften. Und dies alles in einer einzigen mall. Die Angebotspalette ist ähnlich wie in den malls in der Nähe von Chinatown - alles und gar nichts.
Jürgen findet Hemden, die zwar auf den ersten Blick gut aussehen, aber dann doch nicht aus Cotton sind. Freya findet eine Hose und läßt sie sich auf ihre Länge kürzen. Kostet nichts extra. Fix und foxy kommen wir kurz vor 21.00 Uhr aus der ersten mall. Am Taxistand eine Queue, die sich jedoch rasch auflöst. Für zwei Ringitt 10 geht es zum Hotel.
Jetzt will Freya noch Ihren Cocktail. Wir machen uns also noch mal frisch. Dann geht es in den Mezzanine Floor - in die Hotelbar - mehr Unternehmungsgeist bringen wir nämlich beide nicht mehr auf. Schon durch die geschlossene Aufzugstür dringt Musik. Jürgen guckt Freya nur an und sagt "zu laut !". Doch Freya gibt noch nicht auf: "Laß uns doch wenigstens mal rausgehen?" Es ist zu laut. Noch außerhalb der Bar versteht man sein eigenes Wort nicht mehr, auch Freya muß das widerstrebend zugeben. Also fahren wir wieder in den elften Stock. Freya knottert zwar noch was von Südostasien, schwülen Sommernächten und kein Cocktail, gibt aber dann auf.

Der Vogelpark

Die Lauferei gestern war für Freya wohl doch ein bißchen zuviel. Sie geht noch nicht einmal frühstücken, sondern bleibt einfach im Bett liegen. Ihr Kreislauf mag das Wetter auf einmal nicht mehr. Plötzlich ein lautes Klingeln auf dem Hotelflur. Was ist das? Feueralarm? Kann eigentlich nicht sein, schließlich werkelt der room-service unbeeindruckt weiter. Wir gehen raus, unterhalten uns mit einem anderen deutschen Paar, bis wir herausbekommen, daß da wohl einer im Aufzug festhängt. Auch schön. Wir fahren eine halbe Stunde später dann aber doch mit dem Aufzug.

HornbillWir wollen zum Vogelpark. Der ist wirklich schön gemacht. Man hat einfach ein kleines Tal komplett mit Netzen überdacht und die natürlichen Flußläufe ausgebaut und teilweise aufgestaut, so daß die vielen Vögel auch Futter finden. Diese sind hier wirklich gut zu beobachten. Viele fliegen frei umher, nur einige wie die Adler sind in Käfigen. Hierauf hätten man unserer Meinung nach dann auch verzichten können. Wir sehen viele Pfaue und beobachten die Pelikane, die ganz offensichtlich auf Krakeel aus sind und zu dritt eine Ente heftig ärgern. Als sie sich endlich befreien kann, läuft sie schnell davon. Wir beobachten die Schulklassen, die die Flamingos von einer Ecke des Teiches in die nächste scheuchen und die Hornbills, das Wahrzeichen Borneos, die nicht nur in einem durch "Luftschleusen" abgetrennten Bereich sind, sondern auch noch in Käfigen.

Dann wird es immer schwüler und wir werden noch in der Halle des Vogelparks von einem ordentlichen Tropengewitter erwischt. Wir finden ein Taxi und fahren zurück zum Hotel.
Freya fühlt sich immer noch ein bißchen matschig und verbringt den Nachmittag im Bett. Jürgen ist dagegen noch dem Kaufrausch verfallen und nimmt ein Taxi zu den restlichen shopping malls im goldenen Dreieck. Nachdem er die Preise nun in etwa kennt, fällt er auch nicht auf den Nepp-Versuch des Taxifahrers herein, der vor dem Hotel steht. Ein paar Meter weiter gibt es schließlich den Bus-Bahnhof und dort warten regelmäßig Taxis, die nach Taximeter fahren. Viel Neues bringen die malls dann aber auch nicht mehr. ja ham mer denn schon Weihnachten Abends schafft er es dann aber tatsächlich noch mal Freya aus dem Hotel zu locken. Wir laufen noch mal zum Sultan Abdul Palast, der mit ganz vielen Glühbirnen bestückt ist. So sieht es hier aus wie Weihnachten in einer deutschen Fußgängerzone - trotzdem nett.

Orchideen, Schmetterlinge und zurück nach Deutschland

Unser letzter Tag in Malaysia. Wir schlafen aus, schließlich geht unser Flug erst heute abend und so viel haben wir dann doch nicht mehr vor.

im Butterfly-Park INach dem Frühstück wollen wir uns noch den Orchiedeengarten ansehen und Freya möchte eigentlich auch den Hibiskusgarten noch streifen. Doch dann kommt alles ganz anders. Dreimal fragt unser Taxifahrer "Orchidgarden?" - "Yes, Orchidgarden !". Dann geben wir auf und lassen uns zum Schmetterlingspark bringen, der ganz in der Nähe liegt. Den kennt er. Er fährt uns auch direkt vor den Eingang und so beschließen wir zusätzlich auch durch den Schmetterlingspark zu gehen. Nachdem wir mal in einem solchen in Deutschland waren und uns das nicht vom Hocker gerissen hat und unsere Baku-Cave Bekanntschaft den Vogelpark hier viel besser fand, haben wir uns eigentlich nicht viel vom Butterfly Garden versprochen. Doch weit gefehlt.
Der Park ist ähnlich angelegt wie der Vogelpark und es macht Spaß da durch zu laufen und die vielen Schmetterlinge zu sehen. Es sind so viele, daß selbst die vielen tropischen Pflanzen nicht ausreichen, um sie zu ernähren. Deshalb gibt es mit Zuckerwasser beträufelte Hibiskusblüten zum Naschen. im Butterfly-Park IIBlöderweise halten die Biester nie Ruhe wenn der Jürgen sie fotografieren möchte. Doch solange es etwas Schatten gibt, läßt er sich nicht davon stören und läuft mit Kamera, Stativ und Zwischenringen durch den Park.
Wir zerlaufen nur so vor Schweiß. Nein, es ist kein bißchen schwül, überhaupt nicht! Ein ganz besonders zutraulicher Schmetterling setzt sich erst auf Freyas Kopf und dann auf ihre Hand. Das liegt wahrscheinlich an dem Salz das sie ausschwitzt, jedenfall ergibt es ein netten Foto.

Dann wollen wir zum Orchideenpark. Nachdem wir jetzt schon einige Zeit unterwegs sind, ist es eigentlich dumm, daß der Hibiskusgarten auf dem Weg liegt. Wir laufen also auch da durch. Ganz nett ist er ja, aber die Blumen im Schmetterlingspark waren schöner. Wir lassen uns ein bißchen Zeit, ein paar richtig dicke Brummer zu beobachten, die bei einer weißen Rankepflanze von Blüte zu Blüte fliegen und ganz in die tiefen Kelche reinkrabbbeln, fürchterlichen Radau dabei machen und dann zur nächsten Blüte weitersummen.

Dann verlassen wir den Hibiskuspark. Das ist ungeschickt wie wir später bemerken, denn es gibt einen Übergang vom Hibiskus- zum Orchideengarten. So zahlen wir zweimal Eintritt, aber diese beiden Parks erheben ohnehin eher einen symbolischen Obulus. Seerose im OrchideenparkDer Orchideenpark ist dann doch interessanter, Orchideen sind halt vielfältiger, als Hibiskus. Wie immer wird es um die Mittagszeit schwüler und schwüler. Da Freya in den letzten Tagen mit ihrem "Gleich fängt es an zu regnen" immer sehr gut lag, treibt sie Jürgen zur Eile. Schnell, schnell zurück zum Butterflygarden, da waren Taxis. Stimmt zwar, nur warten die alle auf jemanden. Von einem Taxifahrer bekommen wir ein Kärtchen zum Anrufen und Freya ruft einem Mann, der wie wir die Taxifahrer angesprochen hat, zu, daß wir ein Taxi rufen und ob wir auch für ihn eines rufen sollen. Sie hat gerade den Hörer abgehoben, da geht alles ganz schnell. Der andere Mann hat ein vorbeifahrendes Taxi angehalten und winkt uns zu, wir sollen mitkommen in Richtung Stadt. Toll. Wir machen die Autotür zu, das Auto fährt an und es beginnt zu regnen. Das nennt man gutes Timing. Vor allem, weil hier ja immer der Wasserhahn gleich voll aufgedreht wird.

Eigentlich wollen wir ins Metroyaja einkaufen gehen, aber Jürgen sagt dem Fahrer, daß er uns in Chinatown rauslassen soll. Und da werden wir dann auch rausgesetzt. Bei vollem Regen. Wir springen aus dem Auto und rennen in das nächste Geschäft. Ramsch. Klasse. Dummerweise kann man den überdachten Bürgersteig gerade mal zehn meter nach rechts oder links laufen. Durch die Straße läuft mittlerweile ein lebhafter brauner Fluß, mindestens knöcheltief. Gut daß die Trottoirs so hoch sind. Dann hört der Spuk wieder auf. Das Wasser läuft durch die großen Gullis wieder ab. Die letzten Tropfen lassen wir in in einer Bäckerei in Chinatown vorüberziehen.

Dann kaufen wir im Metrojaya und den anliegenden Shops noch einige Klamotten.
Jetzt fängt so langsam das Rumdrücken an. Unser Flug geht erst gegen 11 Uhr abends, ausgecheckt haben wir schon heute morgen. Groß was unternehmen wollen wir auch nicht mehr. Wir essen noch eine Kleinigkeit und gehen dann zurück zum Hotel. Beide ziehen wir frische Hemden bzw frische T-Shirts an und verbringen die letzte Stunde bis zum Shuttle mit lesen.

Der Rückflug ist unspektakulär. Dank des Sitzabstandes bei Malaysia Airlines kommen wir auch zu etwas Schlaf (Naja, vieleicht war es auch nur die Abflugzeit). Zu erwähnen wäre nur, daß der Bundesgrenzschutz bei unserer Ankunft in Frankfurt eine wichtige Durchsage hatte. In einem englisch-deutschem Mischmasch teilte er uns mit, daß sie unsere Pässe direkt am Gate überprüfen möchten. Ach und übrigens: Familie soundso hat ihre Koffer im Hotel in Malaysia vergessen.

   

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© Jürgen & Freya Blösl, 1999-2010
    letzte Überarbeitung: 15.01.2010

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