Freya & Jürgen Blösl

Laos, das ursprüngliche Asien

04.02.08–07.02.08 Luang Prabang und Umgebung

Wir verlassen Frankfurt im Schneeregen und dämmern Bangkok entgegen. Richtig schlafen können wir beide nicht. Als wir endlich im Flieger nach Laos sind, könnten wir fast im Stehen einschlafen.
Schon bald setzt der Flieger zur Landung an. Es geht über eine Landschaft deren Berge so aussehen wie kleine Kinder sie zeichnen und durch die sich ein großer Fluss, der Mekong, schlängelt. Visa-Erteilung und Passkontrollen sind ganz passabel organisiert. Lustig sind die gestaffelten Visagebühren nach Ländern. Deutsche und Franzosen zahlen 30 US $ für ein Visum, Österreicher hingegen müssen 35 $ bezahlen, Kanadier gar 42 $.

Vor dem Ausgang werden wir schon erwartet. Unser Guide spricht perfekt deutsch. Er hat zu DDR-Zeiten in Leipzig Wirtschaft studiert und war nach der Öffnung auch noch mal in Berlin. Leider hat er keinen sächsischen Akzent. Das hätten wir jetzt nett gefunden:-).

Wir werden zum Hotel gebracht, haben eine halbe Stunde zum Frischmachen und dann geht es schon los mit unserem Programm.

Gedacht ist eigentlich, dass wir jetzt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gefahren werden – das wollen wir aber nicht. So fahren wir zwar noch zum ersten Tempel für heute, aber ab da gehen wir zu Fuß.

That Pathum, Luang PrabangDer erste Tempel den wir uns ansehen ist Wat Wisunalat. Der Tempel wurde 1513 während der Regierungszeit von Chao Wisunalat gebaut und ist der älteste noch genutzte Tempel in Luang Prabang.
Direkt dahinter ist That Pathum. Eine Stupa in Form einer Wassermelone und direkt daneben Wat Aham.

Vor Wat Aham stellt Freya fest, dass die Wächterfigur, die eine Mischung aus Tiger und Löwe darstellen soll, offensichtlich auch mit einem Wildschwein gekreuzt wurde. Woher sonst kommen die Hauer, die aus seinem Maul ragen? Auch der Guide kann dieser schlüssigen Argumentation nichts entgegensetzen.

Jetzt ist erst mal eine kurze Tempelpause und wir laufen am Nam Khan entlang, dem Fluss der zusammen mit dem Mekong das spitze Dreieck bildet in dem sich die Altstadt von Luang Prabang befindet. Überall am Ufer des Flusses sind kleine Gärten in denen Gemüse angezogen wird.

Nam Kha River, Luang PrabangMoench, Luang PrabangAn einer Brücke aus Bambusmatten stoppen wir und löhnen 4000 Kip dafür, dass wir auf die andere Seite kommen. Freya wollte einfach mal auf den Bambusmatten gehen und weil die Brücke ziemlich niedrig und der kleine Fluss nicht gefährlich aussieht, möchte sie sich dieser kleinen Mutprobe unterziehen. Die Brücke wird übrigens jedes Jahr bei Hochwasser weggespült und danach wieder aufgebaut.

Wir gehen wieder zurück auf die Phousi Road und beobachten einen Fischer in der Mündung des Nam Khan in den Mekong. Der Nam Khan ist klar und der Mekong milchkaffeebraun. Die besten Fische gibt es scheinbar in der Übergangszone.

Dann gehen wir zum bedeutendsten Kloster Luang Prabangs, dem Wat Xieng Thong, Luang PrabangWat Xieng Thong, Luang PrabangWat Xieng Thong. Hier ist es wirklich wunderschön, viele Mosaike mit kleinen, feinen Details. Wir können uns kaum satt sehen.

Beim Flammenbaum bekommt Freya die Geschichte von der Kuh, dem Kalb und dem Tiger erzählt:
Kuh und Kalb gehen spazieren. Da ist das Kalb müde und die Kuh sagt: "Leg' Dich schlafen, ich werde ein bisschen Gras fressen und wenn ich wiederkomme bekommst du Milch." Das Kalb schläft und die Kuh begegnet einem Tiger. Der will die Kuh fressen. Die aber bittet um Aufschub, damit sie das Kalb noch mal säugen kann. Sie ver-
spricht wiederzukommen und der Tiger willigt ein. Die Kuh säugt das Kalb und sagt dann dass sie jetzt gehen muss und nicht mehr wieder kommt. Das Kalb lässt die Kuh nicht alleine und so kommen beide zum Tiger. Die Kuh sagt zu ihm "Fress' mich, aber verschone mein Kind." Das Kalb sagt: "Ich bin viel saftiger als meine Mutter, das Fleisch ist besser. Friss mich." Na ja, der Tiger ist edelmütig, gerührt und sagt dass er lieber hungern will als diese Familie zu zerreißen.

Nachdem wir noch einen weiteren Tempel besucht haben, werden wir wieder von unserem Fahrer eingeladen und zu unserem etwas außer-
halb gelegenen Hotel zurückgefahren.

Mittlerweile sind wir schlagskaputt – aber essen gehen wollen wir doch noch.
Wir laufen zurück in Richtung Zentrum und kehren in einem Garten-
lokal ein. Freya isst Lap mit Reis – blöde Kombination. Mit Salat kommt das sicher besser. (Stimmt, hätte sie den Reiseführer vorher gelesen, hätte sie auch rausbekommen, dass Lap schon so eine Art Salat ist…).

Beim Rückweg fällt uns auf, dass es hier nicht unbedingt üblich ist, sein Fahrzeug zu beleuchten. Viele Jugendliche fahren in Gruppen entweder mit dem Fahrrad oder mit dem Mofa die Straße rauf und runter. Selten ist nur ein Kind auf dem Gefährt, meist sitzt ein zweites hintendrauf.

Am nächsten Morgen sind wir zwar früh auf den Beinen, trödeln dann aber lange rum und schaffen es knapp um 8:30 Uhr am Empfang zu sein. Das Frühstück ist vielfältig. Nur dass es mal wieder Sirup und keinen richtigen Saft gibt. Schade. Das ist übrigens Mandarinensirup und der wird uns den ganzen Urlaub begleiten.

Zuerst geht es heute Morgen zum Markt. Überall viel frisches Grün wie Koriander, Petersilie, Basilikum und Frühlingszwiebel. Etwas das ähnlich aussieht wie Brunnenkresse und Raps, Süßkartoffeln, Ingwer, Palmherzen und Bambussprossen.
Morgenmarkt, Luang PrabangEs gibt aber auch ganz spezielle Sachen hier: Hühnerfüsse sind ja noch eher was Normales. Aber Büffelfüsse mit Haut und Haar und Schwänze bekommt man in Europa nicht auf dem Markt. Freya kauft frische Reisplätzchen, die weich und heiß sind und nach Milch schmecken. Dann ersteht sie noch eine getrocknete Frucht, aus der man Tee machen kann. Den Namen hat sie vergessen, aber die Frucht sieht ein bisschen aus wie Zitrone.

Nach dem Markt laufen wir zum angrenzenden, gar nicht so alten, Königspalast. Die prunkvollen öffentlichen Räume stehen im Gegen-
satz zu den eher schlichten Privaträumen der Königsfamilie. Uns ge-
fällt der, am Bauhaus orientierte, private Stil ganz gut. Der deutschen Reiseleiterin vor uns ganz offensichtlich nicht. Wir betrachten noch die diversen Geschenke anderer Nationen und gehen dann.

Auf dem Gelände des Palastes findet sich übrigens neben diversen anderen Gebäuden auch gut versteckt eine Garage mit der Auto-
sammlung des letzten Königs.

auf dem Mekong, Nähe Luang PrabangNun werden wir zu dem Boot gefahren, dass uns zu dem Höhlentempel Pak Ou bringen wird. Die Kajüte sieht ein bißchen aus wie eine hergerichtete Schre-
bergartenlaube. Leuchtend himmelblau gestrichene, gedrechselte Säulen halten das Dach.

Wir halten nach längerer Fahrt auf dem Mekong an einem Dorf in dem Reisschnaps hergestellt wird, sehen einzelne Produktionsschritte und bekommen auch einen Probeschnaps.
Reisschnapps, Ban Xang HaiAuf Freyas Frage, ob es auch andere Geschäfte gibt, die den Reisschnaps anbieten, kommt die Antwort: „Das ist mein Stiefbruder“. Okay, Freya sieht ein, dass wenn wir was kaufen, das hier sein muss. Also werden hier gleich die ersten Geschenke besorgt und zwei Flaschen Laolao wechseln den Besitzer. Es gibt hier und auch bei den anderen Läden so Leckereien wie Skorpion oder Schlange im Schnaps – aber das gibt nur Ärger mit dem Zoll.

Das Dorf ist voll auf Touristen eingestellt. Man kann hier kleinere ältere Stücke wie Tassen oder Opiumpfeifen kaufen oder Schals und Tücher.

Beim Rundgang durchs Dorf spielt ein Mann auf einem traditionellen Instrument. Jürgen fragt, ob die Saiten zu locker oder zu fest gespannt sind. Damit schlägt er den Bogen zu einer Geschichte, die wir gestern von unserem Guide gehört hatten. Als der Gott Indra Buddha auf den richtigen Weg bringen wollte, gab er ihm zunächst ein Saiteninstrument mit zu lose gespannten und dann mit zu fest gespannten Saiten zum spielen. Beides hörte sich nicht gut an und so erkannte Buddha dass auch im Glauben der Mittelweg oft der Beste ist.
Unser Guide sieht Jürgen an und fängt sofort an zu grinsen. Ja, es macht Spaß mit jemandem unterwegs zu sein, der den gleichen Humor hat wie man selbst.

Weiter geht es auf dem Mekong, der eine ziemlich dreckige Brühe ist. Viele große und auch kleinere Felsen gucken aus dem Wasser hervor. Bei Flussmündungen sieht man immer, wo der andere Fluss sich mit dem Mekong vermischt.

Pak Ou HöhlenPak Ou HöhlenEndlich erreichen wir die Höhle mit den vielen Buddhas. Es gibt zwei Höhlen. Die untere erreicht man nach wenigen Stufen. Sie ist etwa 15 Meter tief und über und über mit Buddhas bestückt. Sisanan, unser Guide, erzählt Freya, dass viele Thailänder übers Wochenende hierher kommen.

Die obere Höhle ist etwas beschwerlicher zu erreichen. Sie ist 86 m tief und dunkel. An den vielen Stufen nach oben sitzen kleine Dreck-
spatzkinder, die eingefangene Glückvögelchen verkaufen wollen. Beim Runtergehen verschenkt Freya dann ein paar von den mitgenom-
menen Luftballons an sie.

Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich ein Restaurant. Hier essen wir zum Nachmittag, denn es ist mittlerweile 15:00 Uhr. Die Hühnersuppe ist ausgezeichnet, die Gemüsesuppe hatte Freya sich etwas anders vorgestellt.

Wieder im Boot merken wir, dass wir das Tagesprogramm nicht mehr schaffen werden. Langsam senkt sich die Sonne und die braune Drecksbrühe auf der wir Bootchen fahren fängt an zu schimmern wir Gold. Freya will aber noch in das Dorf wo Papier geschöpft wird. Wo sonst wird sie wohl wieder Papier bekommen, dem Elefantendung beigefügt ist?

Im Dorf werden wir dann auch schon von unserem Bus erwartet. Jetzt, wenn wir uns beeilen, bekommen wir auch noch einen Sonnen-
untergang vom Berg aus zu sehen. Mount Phousi heben wir uns aber für morgen auf. Stattdessen fahren wir zu einem etwas entfernt gelegenen Tempel von dem aus wir einen schönen Blick auf Luang Prabang haben.

Wieder laufen wir im Dunkeln in Richtung Innenstadt. Dabei fällt uns auf, dass auch die Straßenlaternen erst dann eingeschaltet werden, wenn es richtig dunkel ist. Dämmerung zählt nicht. Dafür ist aber auch vom Stadtgebiet aus der Sternenhimmel zu sehen.

Wir essen im Phousi Garden Restaurant zu Abend. Eigentlich waren wir auf der Suche nach der "Blauen Lagune". Im Laos-Forum gelobt, stellt sie sich aber als Touri-Schicki-Micki-Restaurant heraus. Das Phousi Garden Restaurant liegt an der gleichen Straße aber ein bis-
chen weiter unten in Richtung Mekong. Direkt neben dem zugehörigen Guesthouse geht es in einen kleinen Hof mit Wasserfall. Wir essen Frühlingsrolle und Squids, Reis und Knoblauchfisch. Lecker.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 6:00 Uhr. Wir wollen zusehen wie die Mönche aus den Klöstern kommen und von den Frauen Reis erhalten. Natürlich ist das hier auch eine touristische Angelegenheit. Der größte Mönchsauflauf findet nicht von ungefähr vor dem größten Hotel statt.

Das heißt für uns, wir müssen ein gutes Stück laufen. Dort ange-
kommen sind bereits die ersten Mönche und andere Touristen da. Eine geschäftstüchtige Frau rennt auf Freya zu und verkauft ihr einen Teller auf dem sich ein Topf mit Klebreis befindet und mehrere gefüllte Bananenblätter mit Klebreis. Umgerechnet 2 Dollar will sie dafür und das ist für Reis schon eine ganze Menge. Aber Freya findet kleine, einfache geschäftstüchtige Ideen immer ganz okay.

Mönchsspeisung Luang PrabangSie stellt sich mit den anderen Frauen in eine Reihe und greift mit der Hand immer einen Brocken Reis, den sie den Mönchen in den Topf wirft. Manche der Mönche drehen sich ab, aber das sind nur wenige. Bevor alle Mönche vorbei sind ist ihr Topf auch schon leer. Schon ist die Händlerin wieder da und reicht ihr noch weitere gefüllte Bananen-
blätter. Als sie dafür aber noch mal zwei Dollar haben will schüttelt Freya nur freundlich den Kopf. Zum Vergleich: Für ein komplettes Abendessen haben wir zwischen 2 und 5 Dollar bezahlt und da gab es einiges mehr als Klebreis.

Zurück zum Hotel gehen wir durch kleinere Gassen. Die Hähne krähen und es wird hell. Wir legen uns tatsächlich noch einmal ab, stehen aber dann doch eine dreiviertel Stunde später wieder auf, frühstücken und gehen schon bald wieder los.

Für 20 Dollar wird ein Pickup gechartert und wir lassen uns zu den etwa 30 Km entfernten Wasserfällen fahren. Der Weg führt uns eine schmale, kurvenreiche Straße entlang durch Felder, Wald und Dörfer.

Tad Kuang Xi Wasserfall, Nähe Luang PrabangAngekommen teilen wir dem Fahrer mit, dass wir 2-3 Stunden hier verbringen wollen. Es ist wunder-
schön: Kalkig trübes, türkises Wasser stürzt sich einen versinterten Berg hinab, mündet in Pools und plätschert weiter nach unten. Alles mit kleinen Brük-
ken und Wegen versehen. Es gibt viele Sitzplätze und auch die Toiletten sind okay.
Zusammen mit Jürgen klettert Freya zum 1. Absatz des Wasserfalls. Glücklicherweise haben wir uns für die Treckingsandalen entschieden, denn kurz vor dem Ziel gibt es zwei wadentiefe mit klarem Wasser gefüllte Pfützen zu durchqueren. Wie immer will Jürgen noch höher und wie fast immer Freya nicht. Also steigt sie wieder ab und nach einem kräftigen Schluck Wasser geht Jürgen weiter.

Hier auf der rechten Seite des Wasserfalls geht es recht steil nach oben. Es ist kein richtiges Klettern, aber die Hände frei zu haben ist schon sinnvoll. Sollte es geregnet haben, würde Jürgen den Weg aber lieber meiden.

Oben angekommen hat man zwar keinen tollen Blick nach unten auf den Wasserfall, aber die vielen kleinen Bäche, die sich auf der bewaldeten Fläche gebildet haben erzeugen einen verwunschenen Eindruck. Dadurch, dass nur wenige durch das Wasser waten, ist man immer wieder alleine.

Hinunter geht Jürgen auf der anderen Seite des Wasserfalls. Dieser Weg ist wesentlich einfacher und hat teilweise sogar Treppen.

Unterdessen sitzt Freya im Schatten und hat auch schon bald mitbekommen dass sie sich an einer Schmetterlingskreuzung befindet. Leider ist das mit der Schmetterlingsfotografie so eine Sache…

Als Jürgen zurückkehrt kommt ihr Part. Sie will schwimmen. Wir gehen langsam am Wasser entlang nach unten und kommen bald an einen zum Schwimmen gekennzeichneten Pool. Aber da ist niemand drin und alleine will sie auch nicht rein. Also zieht sie einen Flunsch und geht weiter. Aber schon im nächsten Pool ist mords was los. Also nichts wie in die vorhandenen Umkleidekabinen und den Bikini angezogen.

Tad Kuang Xi Wasserfall, Nähe Luang PrabangEs gibt zwei Arten ins Wasser zu kommen. Elegant oder unelegant. Freya zieht die unelegante Methode vor. Elegant bedeutet sich von jemandem aus dem Wasser ein Seil zuwerfen zu lassen und daran dann von einem Felsen abzuschwingen. Naja, das Wasser war auch so schon recht frisch für einen Erstkontakt. Erfrischt geht Freya nach 10 Minuten raus und gemeinsam gehen wir langsam weiter in Richtung Ausgang.

Zurück am Parkplatz essen wir noch zu Mittag – aber das ist nur mäßig toll. Eine bessere Idee wäre es gewesen sich hier am Morgen ein Lunchpaket zu kaufen und es dann oben beim Wasserfall zu verzehren.

Der Fahrer unseres Pickup freut sich uns wieder zu sehen und fährt uns zurück in die Stadt. Jetzt laufen wir hier noch ein bisschen rum und besorgen uns dann jeder ein frisches Fruchtgetränk. Für alle die es noch nicht wissen: Dragon Fruit schmeckt ein kleines bisschen nach nichts.

Jetzt fehlt uns nur noch der Mount Phousi von den Must-To-Does. Also steigen wir wie auch andere Touristen (hauptsächlich Franzosen) die vielen Stufen den Berg hoch. Alle wollen hier auf den nahen Sonnen-
untergang warten. Schmetterling, Luang PrabangWir sehen hinunter auf den Mekong, betrachten die Stadt von oben und haben plötzlich ob der schnatternden Meute keine Lust mehr den Sonnenuntergang von hier aus zu sehen. Stattdessen entdecken wir handtellergroße Schmetterlinge, die sich an der weißen, wärmespeichernden Wand zur Ruhe begeben haben. Bald haben wir einige Franzosen angesteckt, die uns mit „Papillon, Papillon“ - Rufen folgen. Nett.

Wir suchen uns einen anderen Sonnenuntergangsplatz und gehen die Stufen wieder runter. Dabei kommen wir auf schwer philosophische Gespräche angesichts einer Frau mit zu kleinen, aber dafür umso höheren Plateau-Absatzschuhen. Wir beobachten sie, wie sie da die Treppe runterstolpert und stellen fest, dass Jürgens Ansatz klar darwinistisch ist, während Freya, jetzt bitte nicht lachen, eine doch stark christlich geprägte „Sicht auf die Dinge“ hat.

Sonnenuntergang, Luang PrabangNieder lassen wir uns dann auf der Mauer zum Mekonghafen. Um uns herum drei Kinder, die begeistert mit einer Klopapier-
rolle spielen. Bei chinesischer Karaoke-Musik lassen wir die Sonne untergehen.

Über den Nachtmarkt gehen wir dann ins gleiche Restaurant wie gestern Abend. Wir probieren das frittierte Seawead und Schwein mit Honig bzw. Hühnersuppe. Lecker ist beides.

   

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© Jürgen & Freya Blösl, 2008-2010
    letzte Überarbeitung: 15.01.2010

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