Angkor Wat und andere Tempel -
Kambodscha und Nordthailand im März 2005
Heute heißt es schon wieder Abschied nehmen von Kambodschas freundlichen Einwohnern und den Sehenswürdigkeiten rund um Siem Reap. Wir haben viele Tempel gesehen, aber auch ein klitzekleines bisschen von dem Dorf in der Nähe und wir haben Lust darauf, mehr von Kambodscha zu erkunden. Irgendwie schwebt uns immer noch die große Rundtour Laos und Kambodscha vor, die wir gebucht hatten und die dann leider abgesagt worden war.
Das einfache Restaurant in Bangkok, wo wir noch die Giant Prawns essen wollten, wird immer noch renoviert. Also suchen wir halbherzig nach einer Lokalempfehlung, die Jürgen sich aus dem Internet notiert hat, finden sie aber nicht. Wir stürzen in der Nähe der Station NANA in irgendeinem schicken Center herum. Hier befinden sich zwar Lokale, uns macht aber nichts so richtig an. Also zurück auf die Hauptstrasse und erst mal weitergesucht. Auf einmal ruft Freya ganz energisch "Stop". Jürgen wäre doch fast auf einen Elefanten aufgelaufen, der hier von Lokal zu Lokal geführt wird und für den die Leute dann Futter kaufen können, um es an ihn zu verfüttern.
Dann sehen wir ein Schild an der Seitenstraße direkt an der Nana-Station (auf der stadtauswärts führenden Fahrbahn). Da lockt ein Restaurant dessen langer Name mit W anfängt. Wir laufen etwa 200 m und entdecken dann wieder das Restaurantschild. Schon an der Straße stehen Leute bereit, die uns durch einen Garten in das Restaurant führen wollen. Wir machen das auch brav mit, drehen dann aber um, weil es uns hier nicht gefällt. Also, freundlich für die Führung bedankt und wieder abgedreht. Der Magen hängt jetzt in den Kniekehlen, die Laune zieht hinterher, uns ist alles egal. Gehen wir halt in den Biergarten an dem wir gerade vorbeigelaufen sind.
Es fängt gleich lustig an. Der Kellner fragt uns "Smoker?" und Freya antwortet "No, just Drinker". Wir bestellen dann auch erst einmal einen Pitcher Bier und sind positiv erstaunt. Die Speisekarte ist reichhaltig, wenn man den Fotografien trauen darf.
Man darf. Wir teilen uns erst einmal Prawns im Teigmantel mit süßsaurer Sauce. Freya isst scharfen Fisch und Jürgen mit Hackfleisch gefüllte Tintenfischringe. Leckkkkkker!
Am nächsten Morgen geht es mit der Hochbahn zum Pier 1. Von hier aus kann man Touren in die Khlongs unternehmen. Zur Snake-Farm und zum Rosengarten will Jürgen nicht, also nehmen wir die andere Tour mit dem Floating Market, dem Royal Bark Museum und dem Königspalast. Dort wollen wir dann auch rausgelassen werden, weil das besser in unsere geplante Tagestour passt. Wir handeln den Preis aus und bezahlen. Unser Agent gibt das Geld an einen jüngeren Mann, der ein Schnellboot zum Pier ruft und das Geld dann wieder prompt an eine Frau weitergibt, die da auch herumsteht.
Wieder einmal kommen wir dicht am Wat Arun vorbei - und haben dort immer noch nicht gestoppt. Na ja. Freya genießt die Fahrt mit dem Langboot, auf dem ein LKW-Motor für den nötigen Schub sorgt. Sie hätte es zwar auch einen Tick langsamer genommen, aber Spaß macht es schon. Vor allem, als wir vom Fluss in den Nebenkanal abbiegen und die kleinen, auf Stelzen stehenden Häuschen betrachten. Viele sind sehr ärmlich, manche sehen aus wie putzige Gartenlauben. Allen gemeinsam ist die Unzahl von Topfpflanzen direkt am Ufer. An manchen Stellen haben "herrschaftliche Anwesen" die ursprünglichen Bretterbehausungen vertrieben. Überall stehen die von uns so geliebten Geisterhäuschen.
Am Floating Market werden wir raus gelassen. Wobei das hier nicht so ein Markt ist wie wir ihn uns vorgestellt haben, mit vielen Booten von denen aus Gemüse und andere Waren verkauft werden. Hier gibt es einen ziemlich langen Landungssteg vor dem die Boote anlegen, um die auf dem Boot gebratenen Fische zu verkaufen. Auf dem Steg sitzen dann die Gäste und mampfen. Zusätzlich ist noch eine angrenzende Straße zu einem Markt umfunktioniert an dem dann auch Obst, Gemüse etc verkauft wird. Viel schneller als gedacht ist unsere Zeit wieder um und wir laufen langsam zum Landungssteg zurück.
Der nächste Halt ist bei den königlichen Barken. Die Barken sind wunderschön. Lang gezogen und entweder mit Garuda oder Schlange als Kopf, mit Mosaiken beklebt und durch aufwendige Schnitzereien verziert.
Dann ist die Fahrt schon wieder zu Ende und wir werden am Pier beim Königspalast raus gelassen. Hier werden wir für eine "Pierbenutzungsgebühr" noch mal 20 Baht pro Person los. Dafür bekommen wir zum Ausstieg die Hand gereicht und das ist zumindest Freya das Geld wert.
Direkt hinter dem Pier wird an vielen Ständen gekocht und gebrutzelt und Freya könnte auch schon wieder zuschlagen ohne Ende. Was, ihr Magen hat heute Morgen ein bisschen gezuckt? Blödsinn! Dieser Stand hier wäre es wert, zumindest mal ein bisschen zu probieren. Von all den Gedankenspielen bleibt schließlich ein Foto, das Jürgen von den vielen Leckereien schießt.
Wir gehen jetzt zunächst noch einmal zu dem Platz, wo die Drachen steigen gelassen werden. Wat Poh liegt leider nicht auf unserem geplanten Weg. Den Buddha dort hätte sich Freya wegen der schönen Füße gerne noch mal angeschaut.
Stattdessen laufen wir zum goldenen Berg, den haben wir noch nicht gesehen.
Oben kann man Glocken mit kleinen herzförmigen Blättern kaufen, auf denen man dann seine guten Wünsche notieren kann. Diese Glocken werden rings um den großen Stupa angebracht.
Die Aussicht über Bangkok ist weit, doch das Wetter ein wenig diesig und wenn man von hier fotografieren will ist wahrscheinlich erst der frühe Abend, wenn schon ein paar Lichter leuchten, ein guter Zeitpunkt. Auch sollte man die Besteigung des Berges nicht auf die allergrößte Mittagshitze legen. Die Fliesen sind für nackte Füße ganz schön heiß.
Freya hätte es jetzt vorgezogen, von hier aus mit dem Boot zum Thomson Haus zu fahren, aber Jürgen hat vom Bootchenfahren erst mal die Nase voll. An einem Museum ist er gerade auch nicht interessiert und da er derjenige mit der guten Orientierung ist, lenkt er eine vor sich hin knotternde Freya über das Chinesenviertel zur Railwaystation. Das Knottern dauert aber nicht zu lange. Zu interessant sind die Läden und Bratküchen an denen wir vorbei kommen. Vorher hat er sich noch ein paar Mal so verhalten, als gehöre die Frau an seiner Seite nicht zu ihm - immer dann, wenn sich Freya wieder in den Dreck bückt und Porzellanscherben aufklaubt. Auch dass sie wieder ein paar "Lucky Birds" hat fliegen lassen, hat er nur sehr missbilligend zur Kenntnis genommen.
In der Passage zu unserem Hotel buchen wir dann in einem Internet Cafe für das Ende unserer nun folgenden Rundtour eine Nacht im Rembrandt-Hotel sowie eine Woche im Amari-Ressort, Pattaya.
Zum Abendessen fallen wir tatsächlich ein zweites Mal in diesen Biergarten ein und essen mit irgendwelchen Blättern umwickelte Hühnerstückchen, die wir in Sojasoße mit Sesam tauchen und wieder die frittierten Prawns, die in eine Honigsauße gedippt werden.
Im Hotel liegt dann für uns eine Nachricht von unserem neuen Guide vor: Die Abfahrt morgen früh ist nicht 6:30 Uhr sondern 7:15 Uhr. Na, das ist doch ein Wort
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© Jürgen & Freya Blösl, 2005-2010
letzte Überarbeitung: 15.01.2010
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