Freya & Jürgen Blösl

Angkor Wat und andere Tempel -
Kambodscha und Nordthailand im März 2005

Start in Bangkok

Wir starten gemütlich, fahren schon am Tag vor dem Abflug nach Frankfurt und übernachten im Achat Hotel in Langen. Am nächsten Morgen werden wir um 11:00 Uhr mit dem Shuttle zum Flughafen gebracht. Auf diese Art und Weise können wir nicht nur ausschlafen, das Ganze ist auch noch günstiger, als wenn wir das Auto am Flughafen gelassen hätten.

Der Flug mit Thai Airways ist unspektakulär. Erstaunlich nur, dass sich das Thema "in-seat-entertainment" bei dieser ansonsten hoch gelobten Airline noch nicht durchgesetzt hat.

Nach der Landung in Bangkok und der zügigen Immigration holen wir uns im Flughafen noch Geld am Automaten und fahren dann mit dem Taxi zum Rembrandt Hotel. Das Hotel liegt an einer Nebenstraße der Sukhumvit Road, in der Nähe der Hochbahnstation Asok. Wie schon zu erwarten, ist morgens um 8:00 Uhr unser Zimmer noch nicht frei. Wir begeben uns also nach draußen, in eine Luft, in der sich der Duft der Blumenketten aus Jasmin mit dem Geruch der ersten Bratküchen verbindet und starten mit dem Pflichtprogramm: "Shoppen". Mit der Hochbahn geht es bis zur Station Siam, wo sich diverse Einkaufsmalls befinden.

Um 11:00 Uhr ist es vorbei, rum, Ende! Wir fahren zurück zum Hotel und legen uns dort erst einmal ab. Um 15:00 Uhr sind wir aber wieder unternehmungslustig und gehen in das im Hotel ansässige Reisebüro. Wir wollen die Möglichkeiten einer Nordthailandtour und einer weiteren Tour nach Kambodscha eruieren. Leider kann am Samstag nichts mehr fix gemacht werden und so vertröstet uns die nette Dame am Schalter auf Montag. Na gut, dann machen wir eben da weiter wo wir heute morgen aufgehört haben. Es gibt Hemden für Jürgen und dann ein leckeres Abendessen im Central World Plaza. Hier im Food Court kann man sich von thailändischen, vietnamesischen, japanischen, chinesischen oder sogar italienischen Ständen sein Essen auswählen.

Anschließend laufen wir über den Parkplatz vom Central World Plaza und durch dunkle Straßen mit nicht immer ebenmäßiger Oberfläche zur Phetchaburi Road, wo Jürgen noch in ein IT-Kaufhaus will. Unser Weg führt uns vorbei an Straßenhändlern und Garküchen zum Pantip Plaza. Hier gibt es wieder feine Sachen für Jürgen. Computerzubehör, Hard- und Software. Klar, dass wir hier noch mal was finden.

Am nächsten morgen stehen wir gegen 8:00 Uhr auf und gehen erst einmal üppig frühstücken. Es gibt Salat, Obst (von Ananas über Banane zu Melone und Papaya), Eier in den verschiedensten Zubereitungsarten, Kuchen etc etc. Selbstverständlich finden wir auch hier wieder die verschiedenen warmen Gerichte, die es in der asiatischen Küche so häufig gibt. An der Saftbar stehen uns verschiedene (richtige) Säfte zur Auswahl.

Aber wir sind ja nicht nur zum frühstücken hier! Mit der Metro, die auch von Asok abfährt, fahren wir bis zum Bahnhof Hua Lamphong, weil sich dort in der Nähe Chinatown befindet und wir heute unseren ersten Wat besuchen wollen.

Nach der Besichtigung von Wat Trimitr laufen wir quer durch Chinatown in Richtung Wat Suthat, der sich in der Nähe der großen Schaukel befindet. Dabei gelangen wir ganz zufällig auf einen großen Markt, der sich über viele Straßen und Gässchen hinzieht. Lange, sehr lange sehen wir hier nicht einen Touristen, dafür aber unzählige Dinge, und die in großen Massen, die wir noch nie besitzen wollten. Irgendwann ist es aber genug mit engen Gassen und Gedrängel. Wir warten, bis wir zur nächsten größeren Straße kommen und verziehen uns in eine Parallelstraße.

Mönch bei Wat SuthatEndlich sind wir am Wat Suthat. Wir schauen uns alles an und dann findet Freya am Boden diese kleinen Teile, aus denen hier die Mosaike gemacht werden. Da strahlt die Künstlerin!
Im Kloster, das sich direkt nebenan befindet beobachten wir ganze Reihen von Mönchen, die lernen. Oder schreiben sie eine Prüfung? Jedenfalls trauen wir uns nicht, sie zu fotografieren.

Nähe Wat SuthatNachdem wir den Wat verlassen haben gehen wir an der großen Schaukel vorbei und dann gleich in eine Seitenstraße. Hier werden Wachsformen bearbeitet, die dann als Grundformen für Gussbuddhas dienen. Von den arbeitenden Künstlern werden wir freundlich angegrinst. Wir sehen ihnen bei der Arbeit zu und fotografieren. Da sind ja schon wieder Glasplättchen am Boden - Freya freut sich.

Von hier aus laufen wir in Richtung Königspalast. Den haben wir bei unserem letzten Besuch in Bangkok besichtigt. Diesmal wollen wir nur zu dem Park daneben, wo im Frühjahr die Drachen steigen gelassen werden. Aber es weht kein Lüftchen und so geht es bald weiter in Richtung Norden. Am Beginn des Backpacker-Viertels gehen wir in das offene Restaurant eines Backpacker Hotels.
Das Essen ist so lala, dafür aber das Klo wirklich gut :-). Nebenan ist auch eine Travel Agency und wir erkundigen uns hier auch noch mal nach einem Trip nach Phnom Phen und Siem Reap. Aber die angebotenen Touren sind dann doch nicht so nach unserem Geschmack.

Jetzt entscheiden wir uns erst einmal mit dem Boot zur Central Pier zu fahren und von dort aus dann in die Hochbahn umzusteigen, um wieder zum Hotel zu kommen. Zuerst aber freundet sich Freya mit den vier kleinen Hunden an der Kartenverkaufstelle an und zieht sich jede Menge kleiner Kratzer von ziemlich scharfen Babyzähnen zu. Ja, ja sie weiß, dass sie das vermeiden soll, aber....
Das Bootchenfahren ist wieder mal viel zu kurz und schon bald sind wir wieder im klimatisierten Skytrain.

Zum Abendessen verlassen wir das Hotel und essen vom Hotel aus gesehen nach rechts im zweiten "Gartenstuhl Thai-Restaurant". Freya bestellt gebratene Seebrasse mit Knoblauch. Als das Tier dann vor ihr auf dem Teller liegt - als Werkzeug stehen nur Löffel und Gabel zur Verfügung - meint sie "Ich steche jetzt den Bauch auf und reiße dann den Kopf ab!"
Der Fisch ist lecker, kross gebraten und sie teilt ihn schwesterlich mit dem Gatten, der sein bestelltes Essen schon intus hat.

An unserem vorläufig letzten Tag in Bangkok wollen wir den Rest unserer Reise organisieren und dazu laufen wir zunächst einmal ins Reisebüro an der Hauptstraße. Die Damen dort sind aber leider überfordert von unserem Anliegen, etwa 7 Tage zu verschiedenen Städten nach Nordthailand zu reisen. Also doch wieder zurück zum Hotel, denn genau gegenüber im Reisebüro bietet man uns auch nicht das an, was wir uns so vorstellen. Zwar gibt es eine ganze Reihe von Reisebüros, die auch mehr oder weniger auf Touristen eingestellt sind, doch das Angebot beschränkt sich auf 1-3tägige Ausflüge rund um Bangkok.

Im Hotel dann die Enttäuschung. Die 7-Tages-Tour ab Mittwoch findet mangels Teilnehmer nicht statt. Na toll! Aber wir drehen und wenden unser Zeitbudget und beschließen, morgen nach Siem Reap zu fliegen und am Samstag wieder nach Bangkok zurückzukehren. Wir sind dann noch einen Tag in Bangkok und fahren am Montag mit einer geführten Tour nach Nordthailand. Diese Tour dauert zwar nur 6 Tage, aber es sind bereits Leute angemeldet und mit 4 Personen ist die Mindestteilnehmeranzahl auch erreicht.

Als wir soweit klar sind, entscheiden wir uns in den Zoo zu gehen. Wir fahren bis zur letzten U-Bahnstation und wollen von dort aus laufen. Das sieht auf unserem Touristenplänchen auch ganz gut machbar aus. Wir laufen also zielgerichtet los, an einem Zementwerk, kleineren Garküchen unter einer großen Straßenbrücke, über einen kleinen Kanal und an schönen Gärten vorbei. Als dann aber die wirklich große Straße an der wir stehen nicht in unserem Plan eingezeichnet ist, und wir uns gerade hilflos ansehen, werden wir von einem freundlichen Mann angesprochen.
"Der Zoo ist ziemlich weit von hier aus, da brauchen Sie bis heute Abend, wenn Sie dahin laufen wollen! Nehmen Sie von hier aus die Linie 70, die fährt am Zoo vorbei."

Wir steigen in die Linie 70 ein, die zunächst einmal den ganzen, von uns gelaufenen Weg bis zur U-Bahnstation zurückfährt. Von der Fahrkartenverkäuferin werden wir zu einem Platz geleitet und dann aber wegen eines Mönches der ein paar Haltestellen später zusteigt wieder vertrieben. So ist das hier mir der Wertigkeit, über den Touristen steht in jedem Fall immer noch der Mönch! Wir fahren etwa 20 Minuten mit dem Bus und bekommen dann am Zoo gesagt, dass wir aussteigen können.

Im Zoo nehmen wir unser Mittagessen ein und laufen dann los. Für uns ist es ziemlich befremdlich, dass man mit dem Auto in den Zoo fahren kann. Offensichtlich ist das hier für die Bevölkerung Bangkoks ein ganz beliebtes Ausflugsziel. Im Schatten der Bäume sitzen viele Familien und picknicken.
Malayischer Sonnenbär im Dusit Zoo BangkokSo richtig macht uns dieser Zoo nicht an. Er ist ziemlich alt und nicht unbedingt immer tierfreundlich. Aber wir sehen einige Tiere, die wir noch nie gesehen haben. Hier ist besonders das Haus mit den nachtaktiven Tieren hervorzuheben und dann die asiatischen Bären, die so schön die Stirn in Falten werfen und so einen netten weißen Fleck auf der Brust haben.

Heute scheint ein Feiertag zu sein. Wir haben im Zoo schon eine Menge Leute in langen schwarzen Mänteln mit einer bunten Bordüre gesehen. Irgendwie sehen sie aus, als wären sie direkt einer Harry Potter Folge entsprungen und wir witzeln ein bisschen was von asiatischer Niederlassung von Hogwards. Blöderweise bekommen wir aber nicht raus, was es mit der Kleidung wirklich auf sich hat.

Marble Temple BangkokMarble Temple BangkokDa wir schon mal hier in der Gegend sind, wollen wir auch noch zu dem Wat, der hier ganz in der Nähe sein soll: Wat Benchamabophit oder auch Marmortempel. Hier ist es wieder etwas ruhiger und wir beobachten die Tauben, die sich auf den riesigen Blättern der Wasserpflanze niederlassen.
In der Anlage befinden sich mehrere Gebäude und alle sind sie wunderschön. Außer uns sind nur ganz wenige Menschen hier und so können wir die Athmosphäre dieses Ortes genießen.

Von hier aus laufen wir die Si Ayutthaya Road entlang bis wir bei der Sam San Road nach links abbiegen. Wir überqueren den Khlong Phadung Krungkasern und gehen dann an ihm entlang. Immer in Richtung des Chao Praya Rivers. Schon in der Sam San Road fing ein sehenswerter Obst- und Gemüsemarkt an und jetzt, am Khlong zieht sich ein Blumenmarkt entlang. Kurz vor der Anlegestelle sehen wir sogar Schlangen in einem Bottich.

Wir stehen schon an der Anlegestelle, als es plötzlich Aufruhr im Wasser gibt. Ganz viele richtig dicke, große Flussfische reagieren darauf, dass ein Eimer mit "was auch immer" in die schmutzige, braune Brühe gegossen wird. Wir hätten nicht gedacht, dass es hier sooooo viele Fische gibt!

Abends wollen wir wieder in das einfache Restaurant von gestern. Dummerweise haben die Eigentümer beschlossen mal ein wenig umzubauen. Die Speisekarte liegt zwar aus aber ansonsten ist niemand zu sehen. Also gehen wir in das mehr touristenmäßig aufgemachte Restaurant gegenüber vom Hotel. Und hier läuft dann schief, was schief laufen kann. Freya bestellt Ananassaft und Jürgen Bier. Die Getränke kommen, Freyas Essen kommt, Jürgens Essen kommt nicht. Nachdem Freya den Ananassaft getrunken hat, bestellt sie ein 2. leeres Glas zum Biermittrinken und ein weiteres Bier. Das Glas kommt, das Bier nicht. Jürgens Essen kommt irgendwann lange, lange nachdem Freya mit ihrem Essen fertig ist, das Bier immer noch nicht. Das Essen war in beiden Fällen gut, aber der Service beschissen.
Endlich dürfen wir dann bezahlen und ziehen ab an unsere Hotelbar. Hier trinkt Freya dann einen Kamikaze (nur vom Namen her toll) und Jürgen kommt endlich zu seinem Bier. Morgen geht es nach Kambodscha.

   

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© Jürgen & Freya Blösl, 2005-2010
    letzte Überarbeitung: 15.01.2010

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