Hochhäuser und Strand -
Hongkong und Thailand im März 2002
In Bangkok angekommen müssen wir von der Eingangshalle aus nach links durch einen Glastunnel in den Domestic Airport. Im Abflugbereich gibt es wieder einen kostenlosen Internet-Anschluß, allerdings ist er langsamer als der in Hongkong. Wir versorgen uns noch mit reichlich Info-Material und nach zwei Stunden geht es weiter nach Koh Samui.
Der Flughafen von Samui ist einfach nett. Kleine Hütten, sehr schön. Wir werden erwartet und zu unserem Erstaunen spricht die junge Frau ausgezeichnet Deutsch. In etwa zwanzig Minuten sind wir am Fairhouse Beach Ressort und werden dort mit einem kalten Handtuch und einem Drink, dekoriert mit Orchidee verwöhnt.
Obwohl es schon dunkel ist will Freya noch an den Strand. Nachdem Jürgen alle Fernsehkanäle einmal durchgezappt hat, geht es dann quer durch die Anlage. Schließlich sind wir an der Strandbar noch auf einen Cocktail hängengeblieben.
Die nächsten drei Tage verbringen wir mit süßem Nichtstun, unterbrochen von Ganzkörpermassagen durch die Frauen, die direkt am Hotelstrand in einer Hütte sitzen. Das tut gut und ist unbedingt zu empfehlen. Wie wir bei Ausflügen nach Chaweng mitbekommen, ist dort die Massage zwar um 50 Baht billiger. Uns ist die Bequemlichkeit aber schon 50 Baht wert.
Leider können wir häufig nur im Pool schwimmen, da meistens die rote oder die gelbe Fahne weht. Einmal werden bei roter Fahne sogar zwei Männer aus dem Wasser gezogen und geben keinen Mucks mehr von sich. Einer von ihnen hat es aber wohl überlebt.
Trotzdem ist der Strand bei Chaweng Noi eine Wucht. Breit, nicht überfüllt und man kann sehr schön entlang laufen.
Zu erwähnen wäre hier nur noch, dass Freya noch nie so viele große Spinnen gesehen hat wie hier. Glücklicherweise waren alle träge und haben sich nicht bewegt. Aber irgendwie hat der wiederholte Anblick dieser Menge schon abgehärtet.
Abends marschieren wir dann immer nach Chaweng, wo wir uns Anzug und Kostüm nähen lassen und auch unser Abendessen zu uns nehmen.
Morgen soll es zum Angthong National Marine Park gehen, die einzige Aktivität zu der wir uns diesmal entschlossen haben. Zwar gibt es einige kleinere Sehenswürdigkeiten auf Koh Samui aber wir sind einfach nur faul!
Vor diesem Ausflug hatte sich Freya ja schier in die Hose gemacht. Grund war zum einen der wirklich nicht unerhebliche Wellengang in den letzten Tagen und zum anderen die Aussicht auf "Höhlenexkursionen im Kajak", was auch nicht so ihr Ding ist.
Um es kurz zu machen, es hat Spaß gemacht! Morgens um kurz nach sieben wurden wir abgeholt und nach Nathon gefahren. Im Boot gab es Frühstück und es ging gleich los zu den Inseln. Auf der etwa einstündigen Fahrt haben wir an die Reling gelehnt, zweimal fliegende Fische sehen können.
Vor einem Strand ging es dann das erste Mal in die Kajaks. Rückwärts reinsteigen und solange an der Reling festhalten, bis man sicher sitzt. Das ist schon eine kippelige Angelegenheit, ging aber wirklich gut.
Dann mit fünfzehn Booten, zum Teil unter Überhängen ganz dicht am Fels der Inseln, immer brav hinter unserem Oberpaddler her. Ein paar Buchten später eine kurze Pause und über steile Stufen rauf zu einem leuchtend grünen Lagunensee gelaufen. Beim Runtergehen der Treppen kommen uns schon die nächsten Touristenhorden entgegen. Vor den letzten Stufen müssen wir doch tatsächlich 20 Leute abwarten, die auch noch hoch wollen. Wir waren vielleicht der erste Ausflugsdampfer, doch gewiss nicht der letzte. Nachdem wir zum Boot zurück gepaddelt sind, gibt es dort Essen und wir fahren wieder ein Stück aufs offene Meer zum Rand des Nationalparks.
Jetzt sollen die Höhlen mit dem Boot erforscht werden. Auf dem Meer ist es ein bißchen "choppy". So fahren wir nicht in die große Höhle auf der Dracheninsel, sondern sehen uns eine kleinere an, weil da der Platz, wo wir ins Wasser gelassen werden können etwas ruhiger ist. Trotzdem schimpft Freya wie ein Rohrspatz mit Jürgen, als dieser ihrer Meinung nach ein bißchen zu weit herausfährt und das Boot tatsächlich mal wackelt ...
Immer fünf Boote können in die Höhle und als wir reinfahren sehen wir erst mal gar nichts. Erst als es wieder rausgeht, kann man in der Höhle auch etwas erkennen. Jürgen ist enttäuscht als es danach ans Schnorcheln geht. Er wäre so gerne noch etwas gefahren. Freya ist schon ein bißchen erleichtert. Ok, es hat ja wirklich gut geklappt und irgendwie hat es ihr auch Spaß gemacht.
Zunächst wollen wir nicht ins Wasser. Unser Schiff liegt mittlerweile an einem Platz an dem schon etliche Fischerboote ankern. Es ist einiges an Dreck im Wasser, dafür sieht man ganz viele Zebrafische und das mit bloßem Auge.
Dann ankern wir aber doch noch an einer anderen Stelle, auch wenn der Bootsführer dafür gut eine halbe Stunde benötigt, unser Tourleiter deswegen knapp vor dem Ausflippen ist und auch die Schnorchler, die schon im Wasser sind sich riesig freuen, endlich wieder an Bord zu kommen. Dort gehen auch wir ins kühle Naß. Wieder auf dem Schiff gibt es Melone und Ananas satt. Klasse. Gerade als Freya sich entschieden hat, noch ein zweites Mal ins Wasser zu gehen, heißt es schon wieder Abfahrt. Auf dem offenen Wasser ist es inzwischen noch holpriger als vorher. Wir überleben aber alle! :
Abends essen wir wieder in Chaweng und zwar japanisch. Wir bestellen Teryaki Salmon und Prawns in Tempura. Leider versteht der Kellner unsere Frage, ob noch Beilagen dabei sind nicht. So landet ein Stückchen einsamer Fisch vor uns - höchstens 150 Gramm (und am Nebentisch verzehren sie ganze Schwertfische!!) Aber dieser außen ganz kross gebratene und innen noch teilweise roher Fisch schmeckt uns beiden wirklich ausgezeichnet.
Beim Schneider müssen wir dann feststellen, dass unsere Klamotten noch nicht ganz passen. Also müssen wir morgen doch tatsächlich noch mal hierher.
Das funktioniert dann auch problemlos und so geht eine geruhsame Woche auf Koh Samui zu Ende.
© Jürgen & Freya Blösl, 2002-2010
letzte Überarbeitung: 15.01.2010
Bilder und Text unterliegen dem copyright von Jürgen und Freya Blösl. Sie sind durch deutsches und internationales Recht geschützt. Sie dienen nur der persönlichen Information. Jede weitere Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung durch Jürgen Blösl
All pictures and text displayed are copyrighted by Jürgen and Freya Blösl. They are protected by German and international laws. They may only be used for your personal information. No reproduction or commercial use is allowed, except after prior written consent by Jürgen Blösl