Freya & Jürgen Blösl

Hochhäuser und Strand -
Hongkong und Thailand im März 2002

Bangkok, die Frisur hält

Unser Abholservice in Bangkok ist offensichtlich ein Schussel und kommt erst nach telefonischer Nachfrage einer Kollegin. Zum Übernachten haben wir uns das Classic Place in der Phetchaburi Road ausgesucht, etwas außerhalb, aber die knappe halbe Stunde Fußweg zur nächsten Hochbahnstation stört uns nicht. Nach einer kurzen Schonzeit stürzen wir uns um 15.00 Uhr ins Gewimmel. Wir fahren mit der Hochbahn zur Station Siam und gehen systematisch Stockwerk für Stockwerk das MBK-Center durch.

Ok, wir starten im 3. Stock, weil wir hier reinkommen. Auch hier wieder wie in Hongkong mehrere Verkehrsebenen. Wir finden einiges - für Jürgen. Für Freyas Größe (40/42) gibt es mal wieder nichts. Schließlich, im 6. Stock sieht es zumindest ein bißchen danach aus als würde es ihr passen - aber da hat sie auch keine Lust mehr. Eigentlich wollten wir im dritten Stockwerk noch japanisch essen, da aber Jürgens Magen grummelt, stellt Freya selbstlos fest, dass roher Fisch auf empfindlichen Magen wohl doch nicht das richtige ist. Also laufen wir um kurz nach halb 9 wieder in Richtung Hotel, organisieren uns eine Kleinigkeit bei 7/11 und liegen ziemlich fußkrank um 9.00 Uhr im Hotel.

auf dem Chatuchak Weekend Marketauf dem Chatuchak Weekend MarketDa der nächste Tag ein Sonntag ist, wollen wir die Gelegenheit nutzen und den Wochenend Markt besuchen. Ein riesiges Gebiet mit etlichen hundert Ständen. Also fahren wir zur Endstation der Hochbahn und laufen über den Chatuchak Weekend Market.

Hier hat Freya dann tatsächlich zum ersten Mal Geld in der Hand : Sonst ist sie schon meistens ganz froh darüber dass Jürgen sich um alles kümmert. Doch hier in dem Gewimmel drückt ihr Jürgen plötzlich einen Schein in die Hand. Damit sie zurück zum Hotel kann falls wir uns verlieren.

Jürgen bedauert es sehr schnell als er Freya von dem Klamotten weg zu den Kleintieren zieht. So süße Häschen und Meerschweinchen und Fische in blauen Waschbottichen. Hähne unter Körben und guck mal, da krabbeln Frösche und dort Skorpione. Oh, oh, Klasse!

auf dem Chatuchak Weekend MarketWir essen auf dem Markt zu mittag, mal wieder japanisch. Zurück zum Hotel gehts per Taxi und das kostet nur ein kleines bißchen mehr als die Schnellbahn.

Nach kurzer Pause geht es wieder ins MBK um dort die gestern ausgesuchten Sachen für Jürgen zu kaufen. Freya findet nichts - ok, Rüschenblusen, ist wohl auch modern, aber ... . Alles was ihre gefällt produziert ein "For you Mam? Sorry, not your size!" . Ok, ok, dann eben nicht.

Abendessen gibt es im japanischen Schnellrestaurant im dritten Stock. Sushi und Fleischspieße. Sehr lecker. Komisch, wir sind in Thailand, mögen auch die Küche, essen aber überwiegend japanisch in diesem Urlaub.

Wat Phra KaewMontag ist Kulturtag! Wir wollen zum Grand Palace und danach noch einige Tempel ansehen. Nach ausgiebigem Frühstück haben wir eigentlich vor, mit dem Taxi dorthin zu gelangen. In der Hotelhalle sitzt auch so ein Taxi-Agent, aber die 300 Bath die er als Pauschale verlangt, kann er von anderen kriegen.

Ok, fahren wir eben mit der Schnellbahn und dem Boot. Das klappt gut und ist billig. Kosten pro Person 35 B Schnellbahn und 8 B für das Boot. An der Tha Tien Station steigen wir aus und laufen blöderweise erst mal ein Stück nach rechts. Einige nette Nepper-Schlepper-Bauernfänger wollen uns erzählen, dass der Palast noch nicht geöffnet hat. Der Trick war uns aber schon aus dem Internet bekannt und so lassen wir uns weder zu einer Bootstour noch zu einer Tuk-Tuk-Fahrt verführen, sondern gehen einfach zum Ticketoffice vom Palast. Wat Phra KaewWat Phra KaewWat Phra KaewZuerst werden wir mit Massen anderer Touristen zum Wat Phra Kaew geschleust, der wirklich schön ist, wo aber so gar keine Tempel-Atmosphäre herrscht.

Jürgen verliert auch mal kurz seine Ausgeglichenheit, als eine chinesische Führerin ihren Schirm vor seiner Kameralinse hebt und alle, alle vor seinem Objektiv herlaufen. Er zerrt Freya als lebendes Hindernis so zurecht, das die Gruppe doch tatsächlich um uns herum laufen muß! Wobei hier erwähnt werden muß, dass das lebende Hindernis erst mal gar nicht so glücklich über ihre Rolle war.

Irgendwie schaffen wir es aber tatsächlich selbst hier an ein paar ruhige Flecke zu gelangen. Heute ist es ja wirklich unerträglich heiß, kein Schatten und wir weder eingecremt noch mit Hut! Toll. So kommt Jürgen tatsächlich am vorletzten Tag zu einem Sonnenbrand. Nach mehreren Stunden verlassen wir die Tempelanlage, sehen uns noch die übrigen Gebäude, wozu auch der Palast gehört, an - allerdings eher ein bißchen oberflächlich.

Wat Phra KaewWat Phra KaewWat Phra Kaew

Wir wollen uns im Wat Po noch den liegenden Buddha ansehen (Reclining Buddha) und freuen uns, als wir jemanden in der Menschenmenge neben uns vom Recycling Buddha sprechen hören. Warum auch nicht? : Leider ist der komplett eingerüstet. Lediglich die wunderschönen mit Intarsien versehenen Füße kann man sich richtig betrachten.

Die Wat Po Anlage gefällt uns wegen der Atmosphäre besser. Hier gibt es tatsächlich ruhige und besinnliche Oasen wo Bäume stehen und Blumen wachsen. Kurz bevor wir die Anlage verlassen, können wir sogar noch eine Tanzgruppe bewundern.

Das Taxi vor dem Eingang mag nicht zum Hotel fahren. Zuviel Verkehr bekommen wir gesagt. Wir suchen in Richtung Fluß nach der nächstgelegenen Anlegestelle, finden sie aber nicht. Das Viertel dort mit kleinen Geschäften, Garküchen und Lagerhallen, träge herumliegenden Katzen und geschäftigem Arbeitsleben gefällt uns aber sehr gut. Eigentlich sind wir noch auf der Suche nach der Anlegestelle, als wir aus der Sackgasse kommend wieder an der großen Straße sind. Aber soll man wirklich ein Taxi verschmähen, das direkt vor uns hält und zwei Touristen rausläßt? Nein. Wir winken also und schon sind wir drin. Inklusive Trinkgeld und viel Wartezeit wegen des dichten Verkehrs können wir unserem Fahrer 100 Bath geben.

Im Hotel angekommen gönnen wir uns einen leckeren Eiskaffee und ... Torte. Schon seit Tagen hatte uns das Gebäck in der gekühlten Auslage angelacht. Freya gönnt sich heute sogar noch eine Runde im Pool.

An unserem letzten Tag erkaufen wir uns für 500 Bath das Recht unser Zimmer bis 15:30 zu nutzen. Das heißt: Keine Ersatzklamotten rumschleppen bei der Hitze, kein verschwitztes Einchecken sondern unbeschwert noch mal durch die Stadt laufen und dann Duschen um die Mittagszeit.

Natürlich sind wir noch mal auf Tour gegangen. Jürgen hatte so einen Fotoanbieter in der Soi Panichkul, einer Nebenstraße der Sukhumvit 71 Road, und so sind wir wieder MTR gefahren und haben dann diese Straße gesucht. Wir laufen längere Zeit an Eisenwaren, Klamotten und Moped-Geschäften vorbei und haben das erste Mal in Bangkok keinen einzigen Touri gesehen. Dafür in der Nähe eines Klongs eine Ratte.
Unterwegs finden wir auch noch einen großen Supermarkt in dem wir bunte! Aspirin kaufen. Der Kameraladen ist zwar ganz nett, hat aber nicht das Gesuchte.

Erawan ShrineVon dort aus fahren wir nochmals bis Chit Lom und laufen durch das WTC. Hier besorgen wir uns im 4. Stock noch abgepackte Früchte und einen Yoghurtdrink. Vor dem WTC am Erawan Shrine sehen wir eine Tanzvorführung und viele Gläubige, die Räucherstäbchen entzünden und Blumenketten ablegen. Es ist schier unerträglich heiß und uns läuft überall der Schweiß.

Mit dem Taxi geht es zurück zum Hotel und hier verbringt Jürgen die Zeit von zwei bis halb vier auf dem Klo. Auch schön. Da hat sich das Zimmer ja nun wirklich gelohnt.

Unser Abholservice entpuppt sich als sehr gut deutschsprechende Thailänderin (Goethe Institut). Sehr nett, sehr lustig. Sie erklärt uns, dass Thai eigentlich sehr einfach sei. Es gäbe fünf Töne. Sie sagt dann Ma, Ma, Ma, Ma, Ma - und fragt uns, ob wir den Unterschied gehört hätten ... So richtig ja dann doch nicht.
Unsere Begleiterin bringt uns zum Check-In, bezahlt die Flughafensteuer, checkt uns ganz lieb ein und dann können wir noch ein bißchen gucken, was es so gibt. Den Duty Free Bereich finden wir beide nicht so berauschend. Jedenfalls schlagen wir nicht zu. Und dann ist dieser Urlaub auch schon zu Ende.

   
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© Jürgen & Freya Blösl, 2002-2010
    letzte Überarbeitung: 15.01.2010

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