Souvlaki, Saganaki & Co -
Griechenland September 2009
Die nächsten beiden Tage sind dann der Umgebung von Parga gewidmet. So fahren wir am Montag zur hoch über Parga gelegenen Burg von Ali Pascha. Wir haben sogar Glück und überholen unterwegs den Touristenzug, der sich langsam den Berg hinauf schnauft.

Direkt hinter dem Eingang der Burg sitzt eine kleine, alte Frau in schwarz, die Freya mit einem "Ela" zu sich heranruft. Freya bekommt eine Kaktusfeige und entdeckt voller Freude, dass sie hier Ge-
würze kaufen kann. Sie kauft Thymian, Oregano und Rosmarin und als die Alte ihr kein Geld herausgeben kann oder will, er-
steht sie auch noch einen Beutel mit Lorbeerblättern.
Während Freya einkauft, hat Jürgen angefangen die Burg zu erkunden. Als dann schließlich die Gruppe mit der Touristenbahn ankommt, sind wir beide mit unseren Erkundigungen am Ende und fahren weiter auf der kleinen Uferstraße in Richtung Syvota.
Hier ist vor allem erst einmal ein großer Segelhafen zu sehen und von einem Platz in einem der großen Promenadencafes beobachten wir das Auslaufen vieler Boote.
Es ist, als hätten sich auf einmal alle verabredet, liegt aber vielleicht auch am Aufkommen des Windes. Wir trinken Cafe frappe und bekommen aufs Haus noch einen kleinen Kaffeelikör mit geschlagener Sahne und Kakao oben drauf. Mmmh.
Danach geht es zurück in unser Hotel und zum Mittagessen mal wieder an den Fluss. Wir gehen ins Archipelagos, wo es zum Nach-
tisch Trauben und Apfelscheiben mit Honig aufs Haus gibt. Den Nachmittag verbringt Freya dann liegend und lesend, während Jürgen mal wieder an der Homepage herumprogrammiert. Zum Abendessen gibt es vorbestellten Fisch bei uns im Hotel und wieder viele leckere Sachen aufs Haus,
darunter Tintenfischsalat, Melone und Ouzo.
Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück wieder in Richtung Parga. Wir wollen zur Kirche St. Eleni laufen, aber nicht von Parga aus, wie es in den meisten Beschreibungen steht, sondern von der Straße aus, die zum Lichnos Beach führt. Das ist auch problemlos zu finden: Abzweig Lichnos Beach von der Hauptstraße nach Parga und da ist auch gleich ein kleiner Parkplatz.
Es macht Spaß hier zu laufen. Der Weg ist geschot-
tert und nach einer leichten Steigung zunächst weitgehend eben. Es geht durch Olivenhaine, ist schattig und riecht würzig nach Kräutern. Teilweise sind auch schon die schwarzen Netze für die Oliven aufgespannt, so dass wir durch einen Netztunnel laufen müssen.
Dann geht es bergauf. Immer und immer wieder Steigung, gefolgt von ebener Strecke. Wer die Wanderschuhe mitgenommen hat, hätte sie hier auch ruhig anziehen dürfen. Auch der Einsatz der von Jürgen aus den USA mitgebrachten feuchten Halstücher wäre sicher ganz okay gewesen. Leider waren sowohl die Schuhe als auch die Halstücher im Hotel.
Von der kleinen Kapelle St. Eleni aus ist der Blick nach Parga wirklich schön. Mittlerweile sind wir beide gut durchgeschwitzt und der steile Abstieg auf den letzten Metern gibt uns den Rest. Beim Travel office erfahren wir, dass unser Transfer zum Flughafen am Samstag um 13:00 Uhr ist.

Da müssen wir dann mal schauen, wie wir das mit dem Mittagessen machen. Im Restaurant am Rand des Hafens trinken wir noch einen Frappee und dann geht es zurück. Diesmal orientieren wir uns an den Schildern nach Lichnos Beach und machen ein gutes Stück weniger Höhe als auf dem Hinweg. Wir sehen den Männern zu, die die Olivennetze aufhängen und sind ziemlich schnell wieder an unserem Auto.
© Jürgen & Freya Blösl, 2009-2010
letzte Überarbeitung: 15.01.2010
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