Souvlaki, Saganaki & Co -
Griechenland September 2009
Nass geschwitzt fahren wir zurück zu unserem Hotel um zu duschen und starten dann gleich durch nach Preveza. Dort angekommen orientieren wir uns Richtung Hafen und stellen unser Auto direkt am Wasser auf einem großen Parkplatz ab.
Hier ist wenig los. An der Wasserfront sind einige Cafes, aber dazwischen, in den engen Gassen steht Tisch an Tisch. Nicht alle Restaurants haben offen, aber wir finden eines und essen gegrillten Tintenfisch und Bauernsalat. Es ist noch gar nicht so spät als wir Preveza verlassen, um doch schon mal schnell an den Ambrakischen Golf gleich nebenan zu fahren. Hier soll es ein Naturschutzgebiet geben, wo sich viele Vögel auf ihren Zügen ausruhen oder aber ganzjährig leben. Leider ist aber die detaillierte Karte im Rucksack und der ist im Hotel... Wir verfahren uns also noch ein bisschen und da wir dann schon mal da sind, fotografieren wir schnell die Brücke von Arta bevor wir ins Hotel zurückfahren.
Am letzten Autotag geht es direkt nach dem Frühstück los und zunächst nach Kanallaki, wo wir tatsächlich eine Post finden und dann auf der kurvigen Straße im Landesinneren in Richtung Preveza. Linkerhand sehen wir schon von weitem die riesigen Statuen von Zalogo. Hier hat man den griechischen Frauen ein Denkmal gesetzt, die sich von dem hohen Felsen in die Schlucht gestürzt haben, um nicht in die Gewalt der Türken zu kommen. Also gut, fahren wir da eben auch noch hin. Ist man bei dem Denkmal angekommen, so kann man 406 Stufen nach oben gehen, um es von Nahen anzuschauen. Freya geht nicht ganz hoch. Ihr fehlen noch 175 Stufen, als Jürgen ihr wieder entgegenkommen. So wirklich rentiert sich die Kletterei aber nicht. Von unten sieht es wesentlich eindrucksvoller aus. Leider ist es zur Zeit auch noch eingerüstet.

Fährt man wieder runter zur Hauptstraße liegen rechts die Ruinen einer antiken Stadt. Über einen mit Piniennadeln bedeckten, unglaublich weichen Waldweg laufen wir zu dem Ruinenfeld. Nicht uninteressant, aber wie immer sind es die kleinen Dingen, die den Spaß ausmachen. Eine Herde Ziegen streift durch das Gelände. Freya entdeckt auch wieder Blumen und ist hin und weg. Gefallen hat uns auch das Schild am Eingang "A Dults only" Okay, die "B Dults" dürfen hier also nicht rein
.
Da hier ja die Unterwelt ganz nahe zu sein scheint, wollen wir uns als nächstes das Hades Tor ansehen. Wir finden tatsächlich einen Abzweig nach Sykies und Freya lästert schon, dass es hier selbst zur Hölle bergauf geht – als es dann doch noch nach unten geht.
Wir interpretieren den Wegweiser nach Adis Gate als Hades Gate und so landen wir auf einem lehmigen Parkplatz. Über einen Waldweg und eine kleine Treppe gelangt man auf eine felsige Plattform, von der aus man auf das graugrüne, gurgelnde Wasser unten sehen kann. An einer anderen Stelle kann man auch direkt an den Fluss gehen, der offensicht-
lich niedriges Wasser führt und brav in seinem Bett bleibt. Dass er auch anders kann sieht man an dem Schmutz in den am Ufer stehenden Bäumen.
Jetzt wollen wir aber Mittag essen und später nochmal versuchen an das Vogelschutzgebiet zu kommen. Wir fahren also Richtung Louros, aber wie immer meldet sich unser Magen am Mittag viel zu früh und wir finden kein geöffnetes Restaurant. Na gut, also gleich zum Schutzgebiet. Ab Louros in Richtung Arta, dann aber ziemlich bald bei der Abfahrt nach Petra rechts ab. Jetzt sehen wir dann auch ein Schild mit "Rodia Wetlands" und tatsächlich erreichen wir das Info Center wo wir kurze Zeit warten müssen, weil eine Gruppe Archäologen von der Uni Köln vor uns da ist. Dann aber hat der Verantwortliche Zeit und erklärt uns voller Begeisterung alles Mögliche über die Wetlands.
Wir entscheiden uns für "die kleine Tour" mit dem Boot. Die dauert eine Stunde und kann für vergleichsweise wenig Geld und sofort nur für uns durchgeführt werden. Langsam gleitet das Boot durch einen Kanal, in den schon seit vielen Jahren der Dung von Kühen der angrenzenden Weiden fließt. Wir bekommen aber gesagt, dass die derzeitige Menge nicht schädlich für das Wasser ist, vielmehr dieses mit unterschiedlichen Nährstoffen anreichert und so für Fischreichtum sorgt, der dann wieder den vielen Vögeln als Nahrung dient. Ärgerlicher ist da schon der Zivilisationsmüll, der am Ufer herumliegt. Unser Führer beschwert sich, dass die Gemeinde noch nicht mal einen Container herbei bekommt. Aufsammeln würden sie dann ja sogar selbst.
Wir sehen hauptsächlich Reiher, aber weiter draußen sind auch zwei Pelikane zu sehen und das obwohl die Zeit für Pelikane zwischen Februar und Juni liegt. Dann aber rasten hier über 200 Stück. Wie kleine Geschosse fliegen Eisvögel herum, doch während Jürgen behauptet sieben gesehen zu haben, kann Freya nur die Sichtung von zweien bestätigen.




Jürgen fotografiert und Freya kämpft mit dem Fernglas. Die Tour macht Spaß und ist informativ. Wir bekommen auch noch erklärt, was man sich sonst noch alles mit dem Auto ansehen kann, doch unsere Sehkapazität für heute ist erschöpft. Wir wollen zurück zum Hotel.
Es gibt wieder Fisch heute Abend. Der ist wieder Klasse und die kleine Nachbarskatze hat noch bevor er bei uns richtig auf dem Tisch stand vorwurfsvoll gemaunzt. Aber wir sind alle drei gut satt geworden
. Es gab Wein und Bier und Ouzo dazu und Tzaziki, Oktopussalat, gebratene Aubergine ... Mmmmhhhhh.
© Jürgen & Freya Blösl, 2009-2012
letzte Überarbeitung: 15.06.2012
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