Morpho, Morpho -
Costa Rica und Panama 2006
Kurz vor Domenical zeigt uns Luise noch ihr Heim in Costa Rica. Sie hat hier ein Grundstück gekauft und wir hatten uns das schon etwas rustikal vorgestellt, aber soooo rustikal dann doch nicht. Luise hat auf dem Grundstück am Fluss gerade mal einen Rohbau stehen und schläft, wenn sie da ist unter einem Wellblechdach im Zelt. Na ja, jeder wie er will. Jetzt wissen wir auch, welchem Zweck unser Trinkgeld dient, das am Ende der Reise obligatorisch an Reiseleiter und Fahrer verteilt wird.
Endlich geht es weiter zum Hotel. Wir sind in Villas Rio Mar, einem der schöneren Hotels unserer Tour. Einzelne Häuschen in parkartigem Gelände, große Veranda mit Hängematte und Kühlschrank. Schön! Aber auch hier war man in der Dusche nicht in der Lage den Abfluss tiefer zu legen als den Rest und bergauf fließt das Wasser auch in Costa Rica nicht.
Um 19:00 Uhr fährt uns Enrique auch noch in den Ort (immerhin 1 km Fahrt im Dunkeln!). Die Karte vom Restaurant Mara Catu bietet viel Leckeres für den Vegetarier und ... "Fish of the day". Okay, der isses. Wir bekommen Thunfisch in scharfer Sauce, ein bisschen Teryakiähnlich und endlich, endlich ist der Fisch mal nicht totgebraten. Absolut lecker.
Wir werden wach und es regnet und regnet und regnet. Dann, es ist schon 8:00 Uhr, stehen wir auf und laufen zum Frühstück ins Dorf. Schon sind wir nass geschwitzt. Tatsächlich wird es knapp aber wir schaffen die Abfahrt um 10:00 Uhr zur Hacienda Baru.

Die meisten der Gruppe haben genug von der Natur und so sind wir nur 6 Personen.
Zuerst gehen wir in den Schmetterlingsgarten und verbringen dort einige Zeit mit dem Betrachten und Fotografieren von bunten Schmetterlingen.
Für den Orchideengarten ist es leider die falsche Jahreszeit und so halten wir uns hier gar nicht lange auf und gehen gleich weiter auf den Rundweg, der durch nicht kultivierte Natur führt.

Wir sehen eine Herde von Totenkopfäffchen und, diesmal sogar scheue Nasenbären. Wir laufen über Holzstege und durch Pfützen, sehen noch Echsen, fotografierwillige Libellen und Freya meint sogar zu fühlen, wie die Erde bebt. Auch wenn Jürgen nichts merkte, im Hotel bekamen wir es später bestätigt.
Nach drei Stunden sind wir wieder auf der Buckelpiste, die von Quepos nach Domenical führt, sehen noch ganz rote Vögel und blaue, mit türkisem Kopf und auch die Kusine vom Quetzal kommt hier vorbei.
Freya jammert. Hier wäre sie von der Evolution aussortiert worden. Sie ist von oben bis unten zerstochen und könnte sich überall kratzen, so juckt es. Jürgen ist aber schon froh, dass sie diesen Urlaub ohne Wundinfektion überstanden hat.
Am nächsten Morgen packen wir mal wieder unsere sieben Sachen und laufen zum Frühstücken am Fluss entlang ins Dorf. Heute früh essen wir beide ein Sandwich. Die Musmanni Stückchen gibt es hier ja nicht
.
Dann laufen wir wieder zum Hotel. und Freya macht das, was sie schon die ganze Zeit machen wollte. Da ist ein angebrochener Zweig an der großen Hibiskushecke und den nimmt sie mit. Ganz unauffällig will sie noch einen zweiten Zweig abbrechen. Sie zerrt und zieht daran - es geht einfach nicht.
Jürgen ist schon wieder auf Sicherheitsabstand gegangen "Diese Frau kenne ich nicht...". Da hört Freya ihn lachen. Aus dem kleinen Laden gegenüber kommt ein Mann mit einer Machete gerannt und reicht sie ihr. Klasse, was? Also schnell den Zweig geschnitten und dann die Machete zurückgebracht. Freya strahlt über das ganze Gesicht. Das war doch total nett!
Jürgen zieht sich jetzt noch mal auf die Hängematte zurück während Freya ein bisschen durch die Hotelanlage geht.
Und dann sieht sie einen Tukan! Nicht so wie sonst, ganz weit oben und nur noch als bunter Punkt auszumachen. Nein - schön in Sichthöhe! Gut erkennbar, nur für sie und auch noch posierend. Also läuft sie schnell zum Zimmer, scheucht Jürgen aus der Hängematte und siehe da, "ihr" Tukan ist sogar sitzen geblieben, verändert die Stellung und lässt sich wunderbar fotografieren.
Dann wird schon wieder aufgeladen und los geht es, zurück nach San Jose. Wir überqueren einen 3400 Meter hohen Pass. Alles dick in Wolken verhangen und kalt (20°C
) Um 14:30 Uhr erreichen wir San Jose und lassen uns von Pam noch mal genau erklären, wo sie den schönen Schmuck gesehen hat und - finden es nicht! Das von Luise empfohlene Restaurant finden wir auch nicht. Auch gut. Wir treffen Pam und Uta und auch die Beiden gucken ratlos. Alle Geschäfte sind am Sonntag offen, nur das von ihnen gesuchte nicht. Also streunen wir durch ein paar Souvenirgeschäfte, sind aber nicht in Kauflaune.
Für 18:30 Uhr haben wir uns mit Pam, Uta, Susanne und Tina zum Essen verabredet. Wir essen in dem "Ami-Schuppen" in der Fußgängerzone und es gibt gutes Steak und Bier vom Fass - was will man mehr?
© Jürgen & Freya Blösl, 2006-2010
letzte Überarbeitung: 15.01.2010
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