Freya & Jürgen Blösl

Morpho, Morpho -
Costa Rica und Panama 2006

09.11.2006 - Caño Negro

Wir sind sehr früh wach und laufen ein bisschen in Fortuna herum. Der Vulkan ist völlig frei, die Luft klar und angenehm.

Wir fahren heute bis Los Chiles dicht an der nicaraguanischen Grenze. Von dort aus wollen wir eine Bootsfahrt in den so genannten Caño Negro unternehmen. Pro Person soll die Fahrt 30 $ kosten. Ulrike und Britta wollen in Colonnes bezahlen worauf Luise meint: "Das sind dann 15.000 pro Nase!" "Wie, 15.000 für beide?" kommt es fragend zurück. Jürgen verdreht die Augen und meint, dass manche Leute sich wohl sogar die Nase teilen.

Leguan - MuelleLeguan - MuelleWir sind schon eine Weile unterwegs, da meint Luise "Fotostopp". An der Brücke bei Muelle hängen Dutzende grüner Leguane im Baum. Die Männchen orange gefärbt, weil Paarungszeit ist. Wir gucken, fotografieren und passen gleichzeitig auf, nicht überfahren zu werden.

In Los Chiles gibt es dann eine kurze Cafe- und Pinkelpause. Danach laufen wir durch den Ort bis zur Anlegestelle. Wir haben ein recht großes Boot und einen Guide, der wirklich viel sieht oder auch nur weiß, wer sich wo versteckt. Bei unserer Fahrt über das trübe, braune Gewässer sehen wir immer wieder Kaimane, Basilisken, Jesus Christ Lizzards, Brüllaffen, Silberreiher, Tigerreiher, Eisvögel, Schlangenhalsvögel - wir wissen gar nicht wo wir überall gucken sollen.

Krokodil - Cano NegroSchlangenhalsvogel - Cano Negro

Fledermäuse - Cano Negro

Stirnlappenbasilisk - Cano NegroGeier - Cano Negro

Wir bekommen auch die gut getarnten, klitzekleinen Fledermäuse gezeigt, die am Baum untereinander hängen, sich in Abstimmung bewegen und so den Eindruck einer furcht erregenden Schlange erwecken wollen.

Zum Picknick steuern wir das Ufer an und bekommen dort das in Los Chiles eingeladene Essen. Es gibt Yukka und Nudelsalat, Ananas und diese einheimische Frucht, die fast wie Kolrabi schmeckt. Einige von uns gehen trotz Warnung zu dicht unter den Baum in dem die Brüllaffen brüllen. Aber der Witz ist ja, dass diese Tiere wenn sie sich ärgern nicht nur brüllen, sondern auch mit Ästen werfen oder, unfeiner, das Objekt ihres Ärgernisses anpinkeln oder anscheißen ...

Morpho, Morpho und da fliegt er wieder an uns vorbei.

Auf dem Rückweg sehen wir schon wieder die obligatorischen Mittagswolken und tatsächlich erreichen wir die Soda in Los Chiles kurz bevor es wieder in Strömen regnet. Bis wir aber am Hotel sind, hat es schon wieder aufgehört und jetzt wollen wir uns sputen, und die wenigen Postkarten, die wir geschrieben haben auch zur Post bringen.

Für Abends hatten wir im Internet eine Restaurantempfehlung für Fortuna gefunden, haben aber das Restaurant erst gefunden, nachdem wir gegenüber von Musmanni ein halbes Hähnchen und Salat gegessen haben. Sehr lecker übrigens und auch die Limonada hat wieder gut geschmeckt.

 

   

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© Jürgen & Freya Blösl, 2006-2011
    letzte Überarbeitung: 10.06.2011

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