Freya & Jürgen Blösl

Morpho, Morpho -
Costa Rica und Panama 2006

31.10.2006 - Abflug nach Costa Rica

Unser Flug soll mit Martinair von Amsterdam über Miami nach San Jose gehen. Den Zubringer von Frankfurt soll die Muttergesellschaft KLM durchführen. Dumm nur, dass am Air France/KLM-Schalter niemand Martinair kennt. Nach einigem Suchen können wir dann aber sogar komplett durchchecken.
Ein Gutes hat das Ganze aber: Dass wir in die USA fliegen, hat keinen interessiert und das Theater mit Gepäck und Befragung bleibt uns erspart. Deshalb sind wir nun aber auch viel zu früh, zumal die Maschine 1,5 Stunden Verspätung hat.

Der Flughafen Schiphol ist interessant und weil unser Anschlussflug nach Miami auch Verspätung hat, begutachten wir Elektronik, Schmuck und Tulpenzwiebeln in vielen Farben. Tulpen gibt es auch auf der Flughafentoilette zu sehen, wo langweilige, weiße Kacheln mit großen dreidimensionalen Tulpenmotiven aufgepeppt wurden. An der Passkontrolle wird Freya gefragt: "What is your final destination?" Ja und Hä, wo will sie noch mal hin? Ach ja, da fällt es ihr doch noch ein. "Costa Rica!"

Für unseren Weiterflug haben wir Comfort Class, das heißt mehr Fußfreiheit und Elektronik, gebucht. Das lohnt sich schon, wenn man sich mal anguckt wie eng es ansonsten zugeht. Nett finden wir die Begrüßung "Ladies and Gentlemen, Boys and Girls" mit der der Kapitän seine Ansagen beginnt. 9 Stunden Flug nach Miami und trotz der Filme bleibt Zeit zum Schlafen.

Verpennt steigen wir aus, immigrieren in die USA und hier ein persönlicher Rekord: Freya hat es auf Anhieb geschafft die Immigration Card auszufüllen. Kein Verschreiben mit der 7 und kein in die falsche Zeile rutschen!
Aber jetzt: Ausgefüllte Zettel abgeben, Zeigefinger links, Zeigefinger rechts auflegen, ohne blöd zu grinsen in die Kamera gucken, Schuhe aus, Rucksack aufs Band legen, alles Durchleuchten lassen, Schuhe wieder an, Rolltreppe hoch, Gepäck noch mal durchleuchten und dann in den nächsten Flieger, weiter nach San Jose.

Durch die Comfort Class sitzen wir weit vorne und sind in San Jose auch relativ schnell durch die Immigration. Freya packt sich die eingepackten Rucksäcke und schon geht es raus zu Djoser. Luise heißt unsere Reisebegleiterin und sie nimmt uns gleich freundlich in Empfang. Auch die anderen Teilnehmer der Rundreise sind bald da.

Es ist eine große Gruppe. 18 Leute. Zwei sind vorher abgesprungen. Wir stehen und warten und dann kommt ein Mann, den wir schon in Amsterdam als Mitglied der Djoser-Gruppe ausgemacht haben. Offensichtlich ist ein Gepäckstück nicht angekommen - oder so.
Es ist wohl mehr ein "oder so" und Freya ist daran schuld! Nur einer der von ihr geschnappten Rucksäcke gehört uns. Der andere ist von dem Mitreisenden der jetzt seit etwa einer dreiviertel Stunde dort drin mit allen möglichen Leuten darüber diskutiert, dass sein Rucksack weg ist. Freya kommt mit Hilfe von Luise und der örtlichen Polizei wieder an die Gepäckabfertigung, identifiziert den dort liegenden Rucksack als den ihren und sagt, wie leid es ihr tut. "So was Blödes, denkst Du auch mal nach, bevor Du was tust...?" Na gut, der Mitreisende will Stunk. Kann er auch haben! Jetzt ist sie auch sauer und schleppt den schweren Rucksack - es ist natürlich der von Jürgen - durch die Halle, an den Taxifahrern vorbei, zum Bus. Wut macht stark!

Am Aufzug des Hotels kommt der Mitreisende auf Freya zu und sagt, dass es ihm Leid tut, sie so angefahren zu haben. Na klar, versteht sie auch und sie wäre wahrscheinlich erst am nächsten Morgen freundlich gewesen ... :-)
Ein Koffer ist dann übrigens wirklich in Amsterdam geblieben und wurde am nächsten Tag nachgeliefert.

Jürgen hat am Flughafen schon die ersten Colonnes, so heißt die hiesige Währung organisiert. Davon kauft er jetzt ein Wasser und dann liegen wir im Bett. Es wird langsam leiser und Freya macht das Licht aus.

 

   

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© Jürgen & Freya Blösl, 2006-2010
    letzte Überarbeitung: 15.01.2010

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