Freya & Jürgen Blösl

Tierparade Downunder
Australien 2003

Shopping und mal wieder Vögel

Montag, 10.03.2003

Am nächsten Morgen haben wir beim Portier ein Taxi bestellt. Freya kannte er noch, hahaha, ist das komisch! Außerdem ist Freya ja noch nieeeeee geflogen. Jedenfalls durfte sie dann auch noch ihre Nagelschere an der Handgepäckkontrolle abgeben. Das fängt ja wirklich gut an.

Wir treffen Alex und Karen und auch Karin aus der Schweiz. Einen Lacher gibt es direkt beim Einsteigen, als die Stewardess im Angesicht einer Fliege meint, dass es heuer viele Fliegen gäbe. Da kennen wir Besseres :-).

In Perth ist es um einiges heißer als in Alice Springs. Glücklicherweise bekommen wir davon nur wenig mit. Der Domestic Airport ist ca. 10 km vom International Airport entfernt und laut unserem Reiseführer kostet die Fahrt mit dem Taxi 30 $. Wir fragen bei Quantas nach einem Shuttle und erfahren, dass es einen gibt. Allerdings ist der Transfer nur für Quantas Passagiere. Jetzt sind wir zwar mit Quantas von Alice nach Perth geflogen aber weiter geht es mit Malaysian Airlines. Wir nehmen also unsere Boarding Pässe von Quantas und gehen zum Shuttle. Siehe da, es klappt.

Wir kommen gegen 22.00 Uhr in KL an, doch bis unser Shuttle Service alle Reisenden eingesammelt und verteilt hat, ist es dann doch ein Uhr als wir dann im Renaissance Hotel einchecken.

Dienstag, 11.03.2003

An unserem ersten Morgen in Kuala Lumpur trödeln wir rum, frühstücken, was bei Freya bedeutet, dass sie sich beim Frühstücksbuffet mal wieder durch die Geschmäcker aller asiatischen Länder kostet. Anschließend gehen wir Shoppen.

Yellow-Belled Stork - Kuala LumpurZuerst in das Kaufhaus Lot 10, dann in das Kaufhaus gegenüber und dann in das Kaufhaus, welches an das Zweite angrenzt. Um 15.30 streikt Freya. Seit dem späten Frühstück hat sie weder getrunken noch gegessen und ihr Bedarf an Shoppen ist für diesen Tag gedeckt. Sie will Jürgen, der aus jedem Schritt mehr Energie zu ziehen scheint, hier lassen und zurück zum Hotel. Einfach nur an den Pool legen, Urlaub haben, relaxen. Jürgen erkennt die Zeichen der Zeit und schleppt sie in ein Restaurant. Wir essen vor unseren Augen auf einer heißen Platte zubereitetes Huhn bzw. Lachs mit Gemüse und Reis. Lecker. Danach ist Freya auch wieder fit fürs Getümmel.

Eins kann man ja hier wirklich: Shoppen bis zum Umfallen. Für die Klamotten sind wir bei British India eingefallen, hier gibt es was für uns beide. Slips kauft sie auch - schließlich ist sie da ja im Moment ein bisschen knapp. Sie hat sie lange und misstrauisch beäugt, dann nimmt sie zwei Slips der Größe EL - das ist EXTRA LARGE und entspricht etwa M hier in Deutschland :-).

Wir sind tatsächlich bis kurz vor 20 Uhr in den Läden und schlurfen dann müde zurück. No worries. Morgen werden wir es easy angehen lassen.

Mittwoch, 12.03.2003

Da wir es ja tatsächlich easy angehen, ist für heute wenig zu berichten. Wir liegen den ganzen Vormittag am Pool, lesen die Zeitung, die vor unserer Zimmertür abgegeben wurde und erfahren, dass das komplette chinesische Viertel überdacht werden soll.

Papagei - Kuala LumpurAm Mittag ist es uns dann aber doch zu langweilig, nur faul am Pool zu liegen. Wir gehen zum Chinesischen Viertel. Da waren wir zwar früher schon mal, aber wir wollen es uns noch mal ohne Dach ansehen. Central Market, die alte Touristenfalle wird auch noch beehrt. Hier halten wir uns die meiste Zeit in dem kleinen Buchladen auf, in dem second hand Bücher nicht in Regalen stehen, sondern über- und untereinander am Boden aufgeschichtet sind. Das ist vielleicht nicht so übersichtlich, aber das Wühlen ist witzig.

Auf dem Rückweg zum Hotel fallen wir dann noch im Kaufhaus "The Well" ein. Vor ein paar Jahren, als wir das erste Mal in KL waren, war das ein recht neues Kaufhaus und wirkte recht teuer. Bevor wir uns etwas ansehen, geht Freya erst mal auf die Toilette dort und meint danach zu Jürgen, dass das hier nichts mehr sein kann, dem Zustand der Toiletten nach - und so ist es tatsächlich. Ein paar wenige Läden haben überlebt, aber es gibt im Grunde genommen nur noch Ramsch zu kaufen.

Erwähnenswert sind auch die Fußgänger Ampeln hier. Ein rennendes, grünes Männchen zappelt und über diesem Männchen leuchten Zahlen auf: " Zehn - Neun - Acht ..... bei breiten Straßen wird da schon ein ganz gutes Tempo vorgegeben.

Donnerstag, 13.03.2003

Dies ist unser letzter Tag in Malaysia. Heute Abend geht es wieder in Richtung Heimat. Damit wir nach einem heißen Tag abends frische Klamotten haben, hat Freya unsere Reisekleidung heute morgen erst mal am Pool in einem Spind deponiert.

Dann sind wir bei strahlender Sonne und ziemlicher Hitze zum Birds Park. Die vor dem Hotel stehenden Taxi haben wir erst mal ignoriert und sind an den nächsten Taxi-Halteplatz gelaufen. Ein Angebot für 15 Ringitt haben wir abgelehnt und sind dann tatsächlich für 5,50 Ringitt gefahren.

Jürgen, der alte tricky Micky, hatte am Flugplatz von KL ein Prospekt des Vogelgartens in malaysischer Sprache mitgenommen. Das halten wir jetzt dem Fahrer hin. Irgendwann kommt seine erstaunte Frage - "Can youuuu read this" - wir lachen: "No, but you!"

Die beiden Vögel am Eingang vom Birds Park sind sehr gesprächig und freuen sich über die Aufmerksamkeit die wir ihnen zuteil werden lassen.

Drahminy Kite - Kuala LumpurWir streunen durch den Vogelgarten und Jürgen spricht nach jedem Foto schön ordentlich auf seinen Palm, was er da fotografiert hat, denkt Freya zumindest. Abends dann, am Flughafen hört sie seine Kommentare mit und muss lachen. Das fängt gut an, englischer Name, lateinischer Name des Vogels und dann auf einmal nur noch "unbekannter Vogel" - und "anderer unbekannter Vogel" :-).

Bei den Papageien laufen wir durch ein großes Freigehege und werden von einem weißen Kakadu mit einem freundlichen "Haalllloooo" begrüßt.

Nachdem wir durch den Birds Garden gelaufen sind, gehen wir noch zum Butterfly Garden und stellen fest, dass das sehr heiße Wetter für die meisten Schmetterlinge nichts ist. Eine emsige Chinesin kehrt immer wieder tote Schmetterlinge von den Wegen auf und erklärt uns "zu heiß" während sie die kleinen Leichen aufsammelt.

Jetzt haben wir Hunger und gehen zum Birds Garden zurück. Das Hornbill Restaurant sticht uns in der Nase. Bevor wir bestellen, fragen wir aber dann doch, ob wir mit Kreditkarte bezahlen können. Zum ersten Mal geht das nicht und so müssen wir wieder gehen. Wir haben es tatsächlich geschafft fast das gesamte Bargeld auszugeben und wollen am letzten Tag auch nix mehr tauschen.

Mit dem Coupon Taxi vor dem Birds Park kostet die Fahrt zurück ins Stadtzentrum 11 Ringitt. Erst ist Freya sauer und fragt den Mann bei den Coupons, ob das Taxi, das er uns ruft, aus Gold ist - doch dann ist unser Fahrer wirklich jeden Ringitt wert. Das ist eine Sightseeing Tour mit dem neuesten Gossip der Stadt. Klasse!

Wir gehen ein zweites Mal in das japanische Restaurant, wo wir vorgestern schon so lecker gegessen haben. Das Restaurant heißt Teppanyaki und ist in der chinesischen Mall im zweiten Stock. Leckeres, günstiges, japanisches Essen von heißer Platte. Nach dem Essen laufen wir zurück zum Hotel, und verbringen den Rest des Nachmittags lesend und schwimmend am Pool.

Das Wetter wird immer schlechter. Okay, es ist noch warm aber es zieht sich heftig zu. Gott sei Dank beginnt das Gewitter erst als wir um 19.00 Uhr endlich im Flughafenbus sitzen.

   

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    letzte Überarbeitung: 10.06.2011

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